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Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen in einem Festakt die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen gefeiert. Der neue Forschungscampus ist ein Vorhaben der drei mittelhessischen Hochschulen. Gemeinsam wollen sie Mittelhessen als Region der Spitzenforschung etablieren. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt das Vorhaben in den nächsten fünf Jahren mit rund 7,5 Millionen Euro aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsprogramm.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich sehr über die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen. Dieses zukunftsweisende Projekt ist das Ergebnis einer langjährigen und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägten Partnerschaft zwischen den beiden traditionsreichen Universitäten in Marburg und Gießen sowie der Technischen Hochschulen Mittelhessen, die ihren Hauptstandort in Gießen hat.“

Mit dem neuen Forschungscampus wollen die Hochschulen ihre Zusammenarbeit untereinander sowie mit außeruniversitären Einrichtungen der Region stärken. Herzstück ist der gemeinsame Auf- und Ausbau ausgewählter Forschungsfelder und deren Etablierung in der Spitzenforschung. Dazu gehören unter anderem Lungen- und Infektionsforschung, Mikrobiologie und Virologie, Psychologie und Neurowissenschaften sowie Geschichts- und Regionalwissenschaften.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Indem wir den Forschungscampus fördern, stärken wir auch den Lehr- und Forschungsstandort Mittelhessen und seine Innovationskraft. Der Ausbau regionaler Verbundstrukturen, insbesondere auch die Zusammenarbeit von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, entspricht zudem den Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Wir verbessern damit die Wettbewerbsbedingungen der mittelhessischen Hochschulen bei der Bewerbung für Nachfolgeformate der Exzellenzinitiative.“

Der neue Forschungscampus fördert auch den wissenschaftlichen Nachwuchs: Er sieht Tenure-Track-Professuren vor, die berufenen Nachwuchskräften im Fall der nachgewiesenen Bewährung eine Dauerprofessur ohne weitere Bedingungen ermöglichen. Außerdem wird es eine gemeinsame Promotionsplattform geben, bei der Professorinnen und Professoren aller drei Hochschulen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Qualifizierte Masterabsolventen der Technischen Hochschule Mittelhessen bekommen so einen gesicherten Zugang zum Doktortitel.

 „Die gemeinsame Promotionsplattform ermöglicht kooperative Promotionen in aktuellen Forschungsfeldern und führt damit Promovierende aller drei Partnerhochschulen frühzeitig an Fragestellungen der Spitzenforschung heran. Besonders freue ich mich für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Ihm bieten wir sicherere Zukunftsperspektiven. Die aufgebauten Kooperationsstrukturen wie die Promotionsplattform und die gemeinsamen Schwerpunktforschungsbereiche werden auch nach Ende der Förderphase Bestand haben. Ich wünsche den Hochschulen viel Erfolg bei ihrem anspruchsvollen Projekt“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

 

02.11.2016 
Quelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst