Dr. Holger Hölscher, OB Dietlind Grabe-Bolz, Staatsministerin Priska Hinz und Daniel Gottlieb
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Mit dem Gebiet „Margaretenhütte/ südliche Lahnstraße“ hat sich die Universitätsstadt Gießen erfolgreich für die Neuauflage des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau in Hessen" beworben.

Am 17.10.2016 fand die Übergabe des Fördermittelbescheids im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durch Staatsministerin Priska Hinz statt. Im Rahmen der Städtebauförderung erhält die Universitätsstadt Gießen für die nächsten zehn Jahre umfängliche Förderungen für ihr Stadtumbaugebiet zur Realisierung unterschiedlicher sozialer, städtebaulicher, infrastruktureller, funktionsräumlicher als auch stadtökologischer und stadtklimatischer Handlungsfelder. Die Fördersumme beträgt für das erste Haushaltsjahr 80.000,00 €.

Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz dankte dem Land Hessen für einen weiteren Baustein, die städtebaulich nachhaltige und ökologisch verträgliche Entwicklung der Stadt voranzutreiben. Die komplexe städtebauliche, infrastrukturelle und soziale Ausgangssituation des Gebietes müsse zugleich als große Chance begriffen werden, um die Integration und Anbindung des Gebietes an die Gesamtstadt wiederherzustellen, sagte die OB.

Das Fördergebiet „Margaretenhütte/ südliche Lahnstraße“ wird begrenzt im Norden von der Wieseckmündung, im Osten entlang der Margaretenhütte parallel zu den Bahngleisen, im Süden durch die Bebauung am Bachweg bzw. der B429 und im Westen vornehmlich durch die Lahn.

In einem ersten Schritt ist die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) vorgesehen, das die Grundlage für die Ableitung konkreter Handlungsmaßnahmen für das Gebiet darstellt.

Ziel ist es, den Herausforderungen des demografischen, wirtschaftsstrukturellen sowie klimabedingten Wandels auf kleinräumiger Ebene Rechnung zu tragen. Konkret ist sowohl eine Neuordnung der Stellplatzsituation im Wohnquartier Henriette-Fürth-Straße, ein Ausbau der Fußwege- und Radwegeverbindungen als auch verkehrliche und infrastrukturelle Neuordnungs- und Entsieglungsmaßnahmen im Bereich der Margaretenhütte denkbar. Auch verkehrliche und sanierungsbezogene Maßnahmen an beiden Bahnbrücken im Bereich der südlichen Lahnstraße sind mit Blick auf die Erschließung des geplanten Fernbusbahnhofes am westlichen Bahnhofsareal durch Fernbusse sowie für den Schwerlastverkehr möglich.