Außenansicht des Rathauses der Universitätsstadt Gießen bei Dunkelheit
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Frühzeitige Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplanvorentwurf GI 03/18 „Universitäts-Sportzentrum“ vom 11.10. – 14.11.2016

Der neue Gießener Planungsdezernent Stadtrat Peter Neidel weist die interessierte Öffentlichkeit und insbesondere die Anwohnerschaft des Universitäts-Sportzentrums am Kugelberg auf die am 11.10. angelaufene frühzeitige Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplanvorentwurf für die geplanten Ausbaumaßnahmen hin. „Mit der Bebauungsplanung wollen wir eine für Universität und Anwohnerschaft sowie auch Drittnutzer der bis 2017 sanierten Sportanlagen verlässliche Grundlage schaffen, um eventuelle Lärmkonflikte zu lösen oder auf ein verträgliches Maß zu mindern“, führt Neidel zu den Planungszielen aus.

Nachdem die Justus-Liebig-Universität bereits im Sommer eine Anlieger-Informationsveranstaltung zu ihren geplanten Bauvorhaben zur Ertüchtigung der Sportanlagen durchgeführt hat, bietet jetzt der Magistrat der Bürgerschaft an, zu den Festsetzungen des Planvorentwurfes mit Begründung und Umweltbericht Stellungnahmen abzugeben. Hierfür ist eine Auslegungszeit der Planunterlagen, die hier auch online einsehbar sind, bis einschließlich 14. November vorgesehen.

Im Planvorentwurf werden insbesondere die zwischen Universität und Magistrat abgestimmten Zusatznutzungen der sanierten Sportanlagen inklusive des vom VfB Gießen mitgenutzten Kunstrasenplatzes geregelt und über gutachterlich begründete Festsetzungen und Hinweise zum Immissionsschutz eingeschränkt. So werden beispielsweise die Zuschauerzahlen für regelmäßige Fußballspiele außerhalb der sonntäglichen Ruhezeiten auf max. 150 Personen beschränkt. Für maximal 18 sogenannte Seltene Ereignisse pro Jahr können auch mehr Zuschauer oder auf dem Großparkplatz auch nächtliche Verkehre für Drittnutzungen zugelassen werden, wenn die hierfür geltenden Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Der Magistrat geht angesichts der jüngsten Entwicklungen bei der Miller Hall mit der Nutzung als Großgastronomie allerdings nicht mehr davon aus, dass der Großparkplatz der Universität mitgenutzt wird.

Universität und Magistrat werden nach Auswertung der Beteiligungsergebnisse einen Vertrag über die zusätzlichen Nutzungen der universitären Sportanlagen abschließen, die sich schwerpunktmäßig auf den Schulsport und besondere Meisterschaften und Wettkämpfe im Vereinssport außerhalb der lärmsensiblen Zeiten erstrecken werden.