Teilnehmer am Design Workshop an der THM
© THM/Sonja Hähner 

„Es waren zwei arbeitsreiche, harte Wochen, aber sie haben auch unglaublich viel Spaß gemacht“. Laura Staaden, Masterstudentin der Architektur an der Technischen Hochschule Mittelhessen strahlt, als sie über den Internationalen Design-Workshop erzählt. Unter dem Motto „SAFE - Sustainable und Accessible Future for Everybody“ hatten sich 25 Studentinnen und Studenten gemeinsam mit Tutoren und Professoren dem Thema „bezahlbarer Wohnraum für die Stadt Gießen“ gewidmet.

In fünf Gruppen arbeiteten die Gießener Studierenden mit Kommilitonen der Partnerhochschulen Università di Pavia (Italien), Universidad Central de Chile (Chile) und dem Izmir Institute of Technology (Türkei) zusammen. Sie planten neuen Wohnraum für das US-Depot, die Feuerwache, das Gelände der Firma Gail, die Weststadt und das Areal oberhalb des Bahnhofs. Berücksichtigen sollten die Workshop-Teilnehmer dabei vor allem den urbanen Kontext ihrer Planungen und auch Barrierefreiheit, Inklusion, Flexibilität und Effizienz im Blick haben.
Herausgekommen sind fünf Projekte, die die Gruppen am Abschlusstag vorstellten und mit den Professoren Nikolaus Zieske (THM), Alessandro Greco (Italien), Jaime Migone Rettig (Chile) und Erdem Erten (Türkei) besprachen.

Prof. Jens Minnert, Dekan des Fachbereichs Bauwesen, lobte die studentischen Arbeiten und das Engagement der Hochschullehrer. „Ich habe gerade gelernt, dass Diskussionen über richtig und falsch hier am Fachbereich nicht schnell erledigt sind.“ Minnerts Anerkennung fand auch die fruchtbare internationale Zusammenarbeit. „Ihr habt nicht nur fachlich etwas gelernt, sondern nebenbei auch Freundschaften geschlossen, andere Sprachen und Kulturen kennengelernt und gemeinsam an der Lösung von Problemen gearbeitet. Das ist großartig“, sagte er zu den Studierenden.
Prof. Nikolaus Zieske dankte seinen Kollegen Prof. Maik Neumann, Ulrike Wassermann und Valentina Giacometti, die die zweiwöchige Veranstaltung organisiert hatten, und Andreea Racles, Soziologin an der Justus-Liebig-Universität, für ihren fachlichen Rat.

Der Forschungsfonds der THM, die Ikea Stiftung, die Architektenkammer Hessen, die Knauf Gips KG und die Weimer GmbH unterstützten den Workshop finanziell.

Bild: Tutorin Nadine Theiß, Chiara Miatton (Italien), Laura Staaden (Deutschland), Özüm Dülgeroğlu (Türkei), Stefan Nicolas Alcayaga Caceres (Chile) und Ghaith Kalago, Architekt aus Syrien (von links), präsentieren ihre Idee vom bezahlbaren Wohnraum auf dem ehemaligen US-Depot-Gelände

 

Wohnraum-Versorgungskonzept Gießen

 

 

28.09.2016 
Quelle: Technische Hochschule Mittelhessen