Markierung Appell an Radfahrer und Fußgänger nicht nur entlang des Klingelbachs

Erfreulicherweise sind immer mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist gut für die Lebensqualität in Gießen und für die Umwelt, u.a. durch eine bessere Luftqualität und weniger Lärm. Wo Wege von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt werden, wie entlang des Klingelbachs, kann es aber zu Verunsicherungen und Konflikten kommen. Das muss nicht sein. Gegenseitige Rücksichtnahme bringt mehr Entspannung und Sicherheit für alle!

Die Universitätsstadt Gießen nimmt die europäische Mobilitätswoche zum Anlass, um für gegenseitige Rücksichtnahme zu werben. „Nachhaltige Mobilität zeigt sich nicht nur in der Wahl des Verkehrsmittels sondern auch im fairen Miteinander“, so Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. Um alle Verkehrsteilnehmer an ein gemeinschaftliches Verhalten zu erinnern, hat die Universitätsstadt gemeinsam mit dem ADFC Gießen und der Justus-Liebig-Universität beispielhaft den Weg entlang des Klingelbachs mit entsprechenden Piktogrammen markiert. Dieser ist beliebt bei Joggern, Spaziergängern mit und ohne Hund, aber auch als Radverkehrsverbindung frei von motorisiertem Verkehr, insbesondere für Studierende.

Die Partner appellieren an Radfahrer, auf gemeinsamen Wegen die Geschwindigkeit an die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger, anzupassen. Aber auch die Fußgänger werden gebeten, aufmerksam zu sein und Radfahrer nicht unnötig zu behindern, z.B. durch einen plötzlichen Richtungswechsel. Blickkontakt aufnehmen, durchatmen, lächeln – diese faire Grundhaltung bei allen Verkehrsteilnehmern kann nicht nur zu mehr Sicherheit führen sondern auch zu angenehmeren Begegnungen. Jeder sollte aber immer mit der Unaufmerksamkeit der anderen rechnen und mit Respekt und Verständnis reagieren. Denn schon Morgen könnten die Rollen vertauscht sein.

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie jährlich vom 16.-22. September Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern – zeitgleich und eingebettet in eine europaweite gemeinsame Aktion – zu zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und im Alltag praktisch gelebt werden kann.

 

Radfahren in Gießen