Medizinische Untersuchung OHNE Spurensicherung

Kein Patient und keine Patientin mit einem solchen Untersuchungswunsch darf weggeschickt werden! Das ärztliche Handeln ist vor allem der medizinischen Versorgung verpflichtet und nicht an die Erstattung einer Strafanzeige bei der Polizei gebunden. Berichten Sie, was geschehen ist. Nur so kann sich die Ärztin/der Arzt einen Überblick über mögliche Verletzungen und körperliche Folgen verschaffen und Sie umfassend untersuchen und behandeln.
Sie können darum bitten, dass Sie von einer Frau untersucht werden, wenn möglich, wird Ihnen die Klinik diese Bitte erfüllen.

Die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt wird von Ihnen mit der Untersuchung beauftragt. Solange Sie dies nicht anders entscheiden, unterliegt der Arzt/die Ärztin der ärztlichen Schweigepflicht.
Somit darf nichts über Ihren Kopf hinweg - oder gegen Ihren Willen - veranlasst werden, auch die Polizei darf nicht informiert werden! Es besteht keine Anzeigepflicht für die Ärztin/den Arzt.
Niemand darf Sie wegschicken, niemand darf Sie drängen Beweismittel sicherstellen zu lassen oder eine Anzeige zu erstatten. Lassen Sie sich bei Fragen beraten und entscheiden Sie gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt, was Sie tun wollen.

Ablauf der Untersuchung

  • Informationsgespräch
  • körperliche Untersuchung
  • Genitaluntersuchung
  • Abklärung von Maßnahmen zu Ihrem gesundheitlichen Schutz (Impfung bei offenen Wunden, desinfizierende Zäpfchen etc.)
  • Sie erhalten bei Bedarf einen Arztbrief für eine notwendige Weiterbehandlung

Für die Entnahme von Blut und Urin zur Untersuchung auf HIV, Hepatitis (B; C) oder einen Schwangerschaftstest wird Ihr gesondertes Einverständnis benötigt. Der Abstrich zur Untersuchung auf sexuell übertragbare Erkrankungen sollte zeitnah analysiert werden. Diese Untersuchungen dienen dem Erhalt Ihrer Gesundheit. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Infektion oder wird weiterer Behandlungsbedarf erkennbar, erhalten Sie einen Arztbrief zur notwendigen Weiterbehandlung.

Kosten

Die Untersuchngskosten können i.d.R. über die Krankenkasse abgerechnet werden und ist somit für Sie kostenfrei. Sollten weitere Kosten entstehen, werden Sie vor Beginn der Untersuchung/Behandlung darüber informiert, so dass Sie zustimmen oder ablehnen können.