Blick in den öffentlichen Garten im Wohngebiet Marburger Straße West

Gleich hinter dem Kindergarten des Neubaugebietes entstand zwischen alten Streuobstwiesen ein Grünzug, der als Verbindung in die freie Landschaft neben Spiel- und Freizeitanlagen nun mit einem Garten besonderer Art bereichert wurde: wenigen hundert Quadratmetern wurde ein Garten angelegt, der an alte Traditionen des Nutzgartens anknüpft und dem Wandel einer wachsenden Anhängerschicht Rechnung tragen dürfte. Der für alle Bewohner und Besucher frei zugängliche Garten lädt ein, Pflanzen kennen zu lernen, zu schmecken und diese somit nicht nur als sinnlichen oder gar optischen Genuss zu verinnerlichen.

"Dieser Garten, soll sinnstiftend auch eine Form des gemeinsamen Miteinanders befördern", so Bürgermeisterin Weigel–Greilich. Was die Initiatoren der Planungsidee, das städtische Gartenamt und die Arbeitsloseninitiative IJB Gießen, mit der Herrichtung dieses Gartens bewirken möchten, liegt zum Teil auch in der Wertschätzung und der eigenen „Einlassung“ der Gartenbesucher. Die IJB soll mit den künftigen Nutzern die Hege und Pflege übernehmen; dies kann bei einer erfolgreichen Anlaufphase auch in anderen Wohngebieten umgesetzt werden. Über den reinen Genuss von Beeren und Gemüse kann zum Teil verlorenes Wissen über den jeweiligen Nutzen auch den der heilenden Art der Pflanzen weitergegeben werden.

"Alle Beteiligten betreten mit dieser Art des Versuches der öffentlichen Teilhabe ein neues Feld. Wenn das Angebot als Bereicherung des Wohnumfeldes akzeptiert wird und Erweiterungen hervorruft, dürfte ein neuer Weg geebnet sein", betont Weigel-Greilich.