Blitz über Gießen

Am gestrigen Abend (Montag, 06.06.2016) musste die Feuerwehr Gießen aufgrund des plötzlich auftretenden Starkregens zu insgesamt 47 wetterbedingten Einsätzen ausrücken. Diese wurden im Zeitraum zwischen 17:27 Uhr und 20:39 Uhr gemeldet. Es handelte sich um vier umgestürzte Bäume bzw. herabgefallene Äste, 39 vollgelaufene Keller und vier sonstige Überschwemmungen. Schwerpunkt der Einsätze im Stadtgebiet war der südöstliche Bereich zwischen Anneröder Siedlung und Schiffenberger Tal.

Viele Einsätze konnten relativ schnell abgearbeitet werden. In anderen Fällen konnte die Feuerwehr die gemeldeten Wassereinbrüche nicht beseitigen, da die Technik für zu geringe Wassermengen nicht geeignet ist. Die betroffenen Hauseigentümer, bei denen das Wasser teilweise "nur" ein bis zwei Zentimeter hoch stand, mussten sich daher selbst um die Beseitigung kümmern.

Es gab aber auch Einsatzstellen, bei denen die Feuerwehr länger beschäftigt war. So zum Beispiel im Keller eines Gebäudes im Erdkauter Weg, in dem das Wasser mehr als einen Meter hoch stand. In der Heinrich-Fourier-Straße war ein Kellerraum betroffen , in dem ein Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Gießen untergebracht ist.

"Es wurde niemand verletzt. Auch alle Feuerwehrkräfte sind unverletzt, wenngleich erschöpft aus den Einsätzen zurückgekehrt. Der letzte Einsatz war gegen 23.00 Uhr beendet", berichtet Martina Klee, die Leiterin der Gießener Feuerwehr.

Im Einsatz waren alle Stadtteilfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Gießen sowie die Berufsfeuerwehr mit insgesamt 103 Kräften. Außerdem waren im Stadtgebiet ca. 20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Fernwald im Einsatz.