Einkaufswagen
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Was erwarten Verbraucher von vegetarischen Aufstrichen? Welche Zutaten sollte ein veganer Hotdog auf keinen Fall enthalten? Mit einer bundesweiten Umfrage wollen die Verbraucherzentralen herausfinden, welche Ansprüche Verbraucher an vegetarische und vegane Ersatzprodukte haben, was sie zum Kauf bewegt und wo die Industrie nachbessern sollte.

Egal ob Würstchen, Aufschnitt oder Käse, für diese und viele andere Lebensmittel gibt es mittlerweile Alternativen ohne tierische Bestandteile. Die Umsatzzahlen wachsen stetig, die Auswahl an Produkten nimmt zu. Der Markt an vegetarischen und veganen Ersatzprodukten wird damit zunehmend unübersichtlich. Gleichzeitig fehlen besondere gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung. Mit ihrer aktuellen Umfrage versuchen die Verbraucherzentralen herauszufinden, welche Erwartungen Verbraucher an diese Ersatzprodukte haben, aus welchem Grund sie diese Lebensmittel kaufen und woran sie sich beim Einkauf orientieren.

„Die Umfrage soll verdeutlichen, wo Hersteller und Politik Informationen zu fleischlosen und rein pflanzlichen Produktkreationen verbessern können und müssen“, erläutert Andrea Schauff, Leiterin der Fachgruppe Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Hessen. „Verbraucher haben beim Kauf von Lebensmitteln nämlich ein Recht auf umfassende, vollständige Informationen.“ Zeigen die Ergebnisse der Umfrage Handlungsbedarf auf, werden sich die Verbraucherzentralen für transparente Regelungen stark machen. „Je mehr Personen sich an der Umfrage beteiligen, desto besser können wir uns für eine verbrauchergerechte Kennzeichnung einsetzen“, so Schauff.

Die Umfrage ist bis zum 30. Juni 2016 unter www.verbraucher.de/umfrage-vegan-vegetarisch geschaltet. Die Daten werden anonym erhoben, die Teilnahme dauert nur wenige Minuten.

Über die Verbraucherzentrale Hessen:
Die Verbraucherzentrale Hessen ist eine anbieterunabhängige, überwiegend öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisation. Seit 1959 informiert, berät und unterstützt sie Verbraucher in Fragen des privaten Konsums. Ihre Sensorfunktion nutzt sie, um Verbraucherinteressen gegenüber Unternehmen, Politik und Verbänden zu vertreten. Themenschwerpunkte sind Verbraucherrecht, Telefon und Internet, Finanzen und Versicherungen, Bauen, Wohnen, Energie sowie Lebensmittel und Ernährung. In acht Beratungsstellen und gut 50 Energiestützpunkten bietet sie persönliche Beratung an. Beratung ist auch telefonisch oder per E-Mail möglich.

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11.05.2016 
Quelle: Verbraucherzentrale Hessen