Geruchsbelästigung

Umweltamt weist auf Infoblatt „Was ist erlaubt? Was ist verboten?“ hin

„Lärm vermeiden, wo es geht, das ist aktiver Gesundheitsschutz“, kommentiert der Amtsleiter Dr. Gerd Hasselbach vom Gießener Umweltamt den Internationalen „Tag gegen Lärm“ und weist auf das Gartenmerkblatt „Lärm und Geruch bei der Gartennutzung - Was ist erlaubt? Was ist verboten? - des Amtes hin. Die letzten Wochen mit schönem Wetter haben viele Gartenbesitzer schon zum Rasenmähen genutzt. Lärmarm heißt hier, den Elektrorasenmäher benutzen, um damit eine Lärmbelästigung der Nachbarschaft zu vermeiden und auch das eigene Gehör zu schonen.
Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung untersagt, dass die sehr lauten Geräte, wie z.B. Laubbläser und Laubsammler an Werktagen in der Zeit von 07:00 bis 09:00 Uhr, 13:00 bis 15:00 Uhr und 17:00 bis 20:00 Uhr betrieben werden, allerdings gilt dies nur in ausgewiesenen Wohngebieten. Bei Laubbläsern gibt es mittlerweile auf dem Markt leisere elektrisch betriebene Geräte mit dem zusätzlichen Vorteil, dass sie keine Abgase produzieren. „Ungeschlagen ist aber Besen und Rechen in Punkto Lärm“, so der Amtsleiter und führt weitere Gründe zum Verzicht gerade der Laubsauger an, denn sie stören das Ökosystem am Boden. Direkt am Boden lebende Kleintiere werden eingesaugt bzw. anderen Kleintieren durch das Einsaugen der Nahrung die Lebensgrundlage entzogen.
In der Broschüre wird auch auf das Verbot des Verbrennens von Gartenabfällen innerhalb der bebauten Ortslage hingewiesen. Nur im Außenbereich ist es erlaubt, Gartenabfälle zu verbrennen, allerdings nur unter der Vorgabe, Rauch- und Geruchsbelästigungen zu vermeiden. Eine rechtzeitige behördliche Anmeldung ist ebenfalls erforderlich. Zusätzlich ist bei großen Feuern im Außenbereich der Stadt Gießen ein schriftlicher Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Gießen zu stellen.
Besser als Verbrennen ist allerdings das Kompostieren der pflanzlichen Abfälle, bzw. die Nutzung der kostenlosen Abfuhr des angefallenen Schnittgutes durch die Müllabfuhr.
Die Abholung von gebündeltem Astwerk ist wieder im Herbst möglich. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, Grünabfallsäcke, die im Stadtbüro für 2 € pro Stück erhältlich sind, zu nutzen und jeweils am Abfuhrtag der grünen Bioabfall-Tonne von der Stadtreinigung abholen zu lassen.

Das Merkblatt, auch in Russisch und Türkisch, kann auf der Seite Lärm- und Geruchsbelästigungen heruntergeladen werden und ist im Umweltamt erhältlich. Zudem berät man Sie dort gerne (Umwelt-Telefon 0641/306-2113).

 

www.tag-gegen-laerm.de/info-tgl