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Auch im Mai und Juni 2016 bietet das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen wieder eine Reihe von interessanten Fortbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen für haupt- und nebenberufliche sowie ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit an. Alle Veranstaltungen sind auch als Fortbildungen zur Verlängerung der JULEICA anerkannt.

Zum ersten Mal bietet das Jugendbildungswerk eine Fortbildung zum Thema „Perspektive der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Zeiten neuer Herausforderungen“ am Mittwoch, 18.05.2016, 9:00 bis 14:00 Uhr, im Jugend- und Kulturzentrum Jokus an. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 20 Euro. Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen trägt dazu bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen. Die Aufgabe der Fachkräfte ist es, aktivierende Rahmenbedingungen zu organisieren. Dazu gehört, sich den Herausforderungen zu stellen, die sich aus der Lebenssituation und den Erfahrungen der jungen Menschen ergeben, diese anzuerkennen, aufzugreifen und im Sinne der jungen Menschen umzusetzen. Dazu kommen die gesellschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen wie Inklusion, Integration, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen sowie Partizipation. Der Alltag im Offenen Jugendtreff ist geprägt von der Heterogenität der Besucher/innen, mit ihren zum Teil spezifischen, persönlichen Problemlagen und dem Anspruch diesen gerecht zu werden sowie gleichzeitig von dem Wunsch, offen für alle zu sein. In diesem Spannungsfeld zwischen eigenem pädagogischem Anspruch, dem pädagogischen Auftrag der Einrichtung und den Forderungen der Kinder und Jugendlichen gilt es als Ansprech- und Bezugsperson für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung zu stehen und sie in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Die Fortbildung wird sich, ausgehend von den Aufgaben und Zielen Offener Kinder- und Jugendarbeit, mit den

  • Perspektiven der Offenen Arbeit unter den aktuellen Bedingungen und neuen Herausforderungen, wie z. B. der steigenden Zahl minderjähriger Geflüchteter,
  • den Auswirkungen ganztägig arbeitender Schulen oder den
  • zunehmenden multiplen Problemlagen der Besucher/innen

auseinandersetzen.
Dabei geht es um eine Positionsbestimmung und um Fragestellungen wie: Wie kann der vorhandene Rahmen effektiv genutzt werden, um Prozesse zu gestalten, die jungen Menschen Hilfestellung und Unterstützung bei der eigenständigen Gestaltung ihrer Lebenswirklichkeit geben? Inwieweit können individuelle Probleme aufgegriffen werden, die arbeitsintensiv und zeitaufwendig sind, ohne dass Kapazitäten für den offenen Bereich fehlen? Wann sind Grenzen des pädagogischen Handelns im offenen Treff erreicht? Welche Optionen gibt es, wenn es nicht gelingt, einzelne in die Gruppe zu integrieren?

 

In Kooperation mit dem Jugendschutz und der Jugendpflege der Universitätsstadt Gießen findet am Mittwoch, 1. Juni 2016, 18:00 bis 21:00 Uhr, eine Veranstaltung für neben- und ehrenamtlich Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit unter dem Motto „Sicher in die Welt – Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung“ im Jugend- und Kulturzentrum Jokus statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch nötig. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in Vereinen und Verbänden stehen in ihren Gruppen oftmals alleine mit Beobachtungen und Erfahrungen im Bereich der Kindeswohlgefährdung da. Die Veranstaltung möchte informieren und Ehrenamtliche unterstützen, in ihrer Tätigkeit zufriedener und sicherer zu handeln. Inhalte werden sein: Definitionen zu Misshandlung, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt; Rechtliche Rahmenbedingungen für den Schutz von Mädchen und Jungen; Handlungsverpflichtung, -möglichkeit und –grenzen; Vorstellung des Hilfesystems in der Stadt Gießen; Wie können Vereine und Verbände zu sinnvollen Interventionskonzepten gelangen?

 

Weitere Fragen zu den oben genannten Veranstaltungen sowie Anmeldungen können an das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, Telefon 0641 306 2497, Telefax 0641 306 2494 oder per E-Mail: jbw@giessen.de gerichtet werden.