Blaulicht
© iStock.com/no_limit_pictures 
Innenminister Peter Beuth: „Stärkung für die öffentliche Sicherheit“

Die Voraussetzungen wurden mit der Unterzeichnung des entsprechenden Vertrags durch den Hessischen Innenminister Peter Beuth und die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen, Dietlind Grabe-Bolz, nun geschaffen. Die Vereinbarung ist die Voraussetzung für eine Förderung im Zuge der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ). „Es freut mich sehr, dass Gießen den Freiwilligen Polizeidienst wieder einführt. Die ‚Nachbarn in Uniform‘ haben sich landesweit als zuverlässige Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger erwiesen. Die Hessische Landesregierung fördert diese Kooperation ganz bewusst, weil sie die öffentliche Sicherheit stärkt und gleichzeitig im Sinne der IKZ die Aufgaben von Kommunen effizienter und kostengünstiger organisiert“, so der Innenminister.

In Gießen existierte der Freiwillige Polizeidienst bereits seit 2003, wurde 2013 eingestellt und nun – unter veränderten Vorzeichen – wieder aufgenommen. Insgesamt 20 freiwillige Polizeihelferinnen und Polizeihelfer sollen wieder sichtbar – vor allem im Bereich des städtischen Marktplatzes – zusammen mit städtischen Ordnungskräften und in Kooperation mit der Polizei in Uniform auf Streife gehen. „Ihre Präsenz führt dazu, dass sich die Menschen in ihrer Stadt sicherer fühlen und damit Gewalt oft verhindert werden kann. Die Frauen und Männer leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und unterstützen die Vollzugspolizei“, sagte Peter Beuth. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz verbindet mit der Wiedereinführung des Freiwillige Polizeidienstes die Erwartung, dass das städtische Konzept für mehr Sicherheit und sozialen Frieden in der Innenstadt wirkungsvoll umgesetzt wird. Die Stadt setzt dabei auf einen Mix aus Kriminalprävention durch Straßensozialarbeit und gleichzeitig auch vermehrte Kontrolle durch Ordnungs- und Polizeikräfte.

Derzeit ist der Freiwillige Polizeidienst in 94 hessischen Städten und Gemeinden mit aktuell 412 aktiven Helferinnen und Helfern eingerichtet. Freiwillige Polizeihelferinnen und Polizeihelfer sind Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Im Rahmen ihrer Aufgaben dürfen sie Personen befragen, Personalien aufnehmen, Platzverweise aussprechen und verdächtige Gegenstände sicherstellen. Darüber hinaus ist ihnen gestattet, Zeichen und Weisungen im Straßenverkehr zu erteilen.

 

04.04.2016 
Quelle: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport