Teilnehmer CSA-Lehrgang 2016 bei Feuerwehr Gießen - links die beiden Ausbilder

Der erste Atemschutzgeräteträgerlehrgang zum Umgang mit Chemikalienschutzanzügen des Jahres 2016 fand im März bei der Berufsfeuerwehr Gießen statt. Er endete erfolgreich für alle Teilnehmer am Samstag, dem 12. März mit der Abschlussprüfung.

In zwei Lehrgängen pro Jahr erlernen die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und des Landkreises Gießen bei der Berufsfeuerwehr Gießen den Umgang mit dem Chemikalienschutzanzug und den sicheren Einsatz der Schutzanzüge unter Atemschutz. So können jährlich bis zu 30 neue Atemschutzgeräteträger für den Einsatz mit Chemikalienschutzanzügen ausgebildet werden.

Der Lehrgang verlangt den Frauen und Männern einiges ab. Neben Aufbau und Funktion dieser besonderen Schutzanzüge steht der sichere Umgang mit dieser Technik, Rechtsgrundlagen, das Wissen über Atemphysiologie, Atemgifte, Einsatzgrundsätze und Unfallverhütungsvorschriften auf dem Lehrplan. Im praktischen Teil wird ausgiebig mit den Schutzanzügen geübt um das richtige An- und Ablegen der Schutzanzüge zu trainieren.

Völlig eingeschlossen in den Schutzanzügen und isoliert von der Außenwelt ähnelt das Übungsszenario der Feuerwehrmänner einer Marsmission. Sämtliche Bewegungsabläufe mit diesen Schutzanzügen sind nur eingeschränkt möglich und stellen ein normales Arbeiten auf eine harte Bewährungsprobe.

Die Ausbilder im Lehrgang waren Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Gießen, die neben ihrer Einsatzfunktion und der Ausbildertätigkeit u. a. auch die Wartung der Atemschutzgeräte und Schutzanzüge durchführen. Sie können den Teilnehmern im Lehrgang neben den notwendigen theoretischen und praktischen Fähigkeiten Detailkenntnisse zur Technik vermitteln und ihre Einsatzerfahrung in den Lehrgang einbringen. Da bleibt keine Frage offen.