Justus-Liebig-Universität - LogoKulturwissenschaftliches Graduiertenzentrum der Universität Gießen ermöglicht interdisziplinäre Spitzenforschung – Mitglieder aus aller Welt – Vortragsreihe „New Directions in the Study of Culture“ und internationales Symposium anlässlich des Jubiläums

Am Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) und dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) gibt es in diesem Jahr gleich doppelten Grund zum Feiern. Als bundesweit erstes geistes- und sozialwissenschaftliches Graduiertenzentrum 2001 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gegründet, avancierte das GGK rasch zu einem Pioniermodell für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden. Anstelle der klassischen Promotion im „stillen Kämmerlein“ bietet das Zentrum seitdem ein strukturiertes Programm, das Promovierenden viele Möglichkeiten zur Vernetzung und frühzeitigen Veröffentlichung eigener Forschungsergebnisse bietet. 

„Die Erfahrung und Strukturen des GGK waren die Grundlage für den großen Erfolg des GCSC in der ersten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder 2006, der im Jahr 2012 in der zweiten Runde wiederholt werden konnte“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich zu dieser Erfolgsgeschichte.“ Heute kommen Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs nicht nur aus ganz Deutschland, sondern aus nahezu allen Kontinenten nach Gießen, um in diesem forschungsintensiven, interdisziplinären Umfeld zu arbeiten.

Mit seinem Forschungsprofil hat sich das Graduiertenzentrum als ein Ort kulturwissenschaftlicher Spitzenforschung bewährt und maßgeblich zum Profilbereich Kulturwissenschaften der JLU beigetragen. Die „Study of Culture“ hat sich als Gießener Ansatz etabliert, der sich durch die interdisziplinäre Arbeit an Konzepten auszeichnet. Neben den Arbeitsgruppen und Sektionen des GGK umfasst das Forschungsprofil des GCSC derzeit acht „Research Areas“ und drei „Emerging Topics Groups“ zu aktuellen kulturwissenschaftlichen Themen. Besonders letztere streben mit ihrem Fokus auf Religion und Kultur, Migration sowie Ökologie/Ökonomie einen intensiven Austausch mit der Öffentlichkeit an und unterstreichen damit die gesellschaftliche Relevanz der Kulturwissenschaften. 

Ergänzt wird die wissenschaftliche Ausbildung am Zentrum durch die innovativen Angebote des Career Service und Teaching Centre. Ersteres gibt Promovierenden Instrumente an die Hand, um sich frühzeitig für den Berufseinstieg vorzubereiten – sowohl in, als auch jenseits der Wissenschaft. Das Teaching Centre ermöglicht Doktorandinnen und Doktoranden zusätzlich eine fundierte hochschuldidaktische Ausbildung und Begleitung der eigenen Lehrerfahrungen. 

In der zweiten Förderphase seit 2012 verstärkte das GCSC zudem seine Nachwuchsförderung im Bereich der Postdoktorandinnen und -doktoranden. Diese haben nach der Promotion vielfältige Chancen und Karrieremöglichkeiten, sind allerdings auch mit vielen Hürden konfrontiert. Das GCSC bietet seinen Postdocs daher ein ganzheitliches Programm, das sie für Positionen in Forschung und Wissenschaftsmanagement qualifiziert und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind von Anfang an intensiv in die Strukturen des Zentrums eingebunden, leiten Veranstaltungen und haben zahlreiche Möglichkeiten, die Forschung aktiv mitzugestalten. 

Das GGK und das GCSC feiern ihr fünfzehn- bzw. zehnjähriges Bestehen mit der Jubiläumsvortragsreihe „New Directions in the Study of Culture“ im Sommer- und Wintersemester sowie einem internationalen Jubiläumssymposium im Juli zur „Zukunft der Kulturwissenschaften“. Außerdem stehen weitere Veranstaltungen wie die Graduiertenkonferenz „For What it’s Worth: Nostalgia, Sustainability and the Values of the Present“ im April und die „Welcome and Graduation Ceremony“ im Oktober ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres. 

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24.02.2016 
Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen