Treffen Netzwerk BildungTreffen des Netzwerks Bildung in Wetzlar zum Thema Flüchtlingskrise – Kultus-Staatssekretär Dr. Manuel Lösel: Unterricht für junge Migranten die entscheidende Frage
 
Staatssekretär Dr. Manuel Lösel vom Hessischen Kultusministerium hat am vergangenen Mittwoch die Mitglieder des Netzwerks Bildung im Regionalmanagement Mittelhessen im Wetzlarer Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) über die Arbeit des Ministeriums angesichts der derzeit hohen Zahl von Asylbewerbern informiert. Eine „entscheidende Frage“ sei, wer die Flüchtlinge unterrichtet, sagte Lösel. Die dafür nötigen Lehrer, die über eine Ausbildung „Deutsch als Fremdsprache“ verfügten, seien bislang kaum vorhanden. Das Kultusministerium habe dazu verschiedene Maßnahmen ergriffen: So bilde das Land mehrere Hundert Lehrkräfte in einer intensiven einjährigen Ausbildung heran.

Aber auch Referendaren, die kürzlich ihr Studium im Fach Deutsch abgeschlossen haben, biete das Ministerium spezielle Weiterbildungen, um sich in dieser Hinsicht zu qualifizieren, fügte der Staatssekretär hinzu. Insgesamt erwarte man bis zum Sommer eine vierstellige Zahl von Junglehrern, die dieses Angebot wahrnehmen. Insgesamt forderte Lösel dazu auf, mit Stolz auf die Arbeit der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Helfer zu schauen, die den starken Anstieg der Asylbewerberzahlen vor allem im vergangenen Jahr bewältigt haben: „Wir können uns auf die Schulter klopfen.“ In diesem Jahr sei die Zahl von Flüchtlingen zwar stark zurückgegangen, aber „das Thema wird uns noch lange beschäftigen“, betonte Lösel, der auch die Arbeit des Netzwerks in dieser Hinsicht lobte.

Im Netzwerk Bildung des Regionalmanagements haben sich mittelhessische Institutionen zu den Themen Bildung und Ausbildung organisiert. „Unser Geschäft ist die Bildungsregion Mittelhessen“, sagte Netzwerkleiter und Geschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden Dr. Martin Pott. Und: Das Netzwerk sei als solches älter als das mittelhessische Regionalmanagement. „Wir befassen uns mit Themen, die der Region dienen“ – von der „frühkindlichen Bildung“ über die Hochschulen bis zur „Integration von Flüchtlingen“. Pott sieht das Netzwerk auch als „Konstrukt vieler kleiner Dienstwege“, in dem auch Vertreter großer Institutionen, wie den mittelhessischen Industrie- und Handelskammern und den Arbeitsagenturen mit Delegierten, vertreten sind. „Wir wollen, dass diese Region weiter nach vorne kommt“ und eine starke Region für Bildung bleibe, sagte Pott.

 

12.02.2016 
Quelle: Regionalmanagement Mittelhessen GmbH