Schimmelbelastung

Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen informiert zu Ursachen, Vorbeugung und Sanierung

Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. „Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden“, so Susanne Pertermann, Leiterin der Beratungsstelle Gießen der Verbraucherzentrale Hessen. Wie man die eigene Wohnung schützen kann und die Ursachen des Schimmelbefalls bekämpft, erläutert und erklärt der Flyer „Gesundes Raumklima“ und die persönlich Energieberatung in der Beratungsstelle Gießen der Verbraucherzentrale Hessen, Südanlage 4 (neben der Kongresshalle, geöffnet Di, Mi + Fr 10-13 Uhr und Di + Mi 14-17 Uhr).

Im Winter entdeckt man besonders oft schwarze Schimmelflecken in verborgenen Ecken. Besonders an Außenecken oder an Fenstern, also Stellen, an denen sich die Raumluft abkühlt, geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück. Dort wo das Kondenswasser die nötige Feuchtigkeit hinterlässt, findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor. „Aber auch kühle Außenwände sind gefährdet, vor allem Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert, etwa hinter Schränken und Regalen – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser“, erläutert Beate Barczyk, Energiereferentin. Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Beate Barczyk ganz klar ein Fall für den Fachmann: „Wir empfehlen Verbrauchern immer, den Schaden professionell beseitigen und vor allem die Ursache klären zu lassen, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur Experten können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt wurden. Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.

Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).

 

21.01.2016 
Quelle: Verbraucherzentrale Hessen