Kinder besichtigen ein großes Sandmandala
Vortrag im Oberhessischen Museum/Wallenfels'sches Haus in Gießen und Workshop für Kinder

Das Buddhistische Zentrum Gießen-Süd lädt in Zusammenarbeit mit dem Oberhessischen Museum Gießen zu einer besonderen Veranstaltung in die tibetisch-buddhistische Sammlung im Wallenfels’schen Haus ein. Maike und Pit Weigelt, zwei erfahrene Lehrer des Diamantweg-Buddhismus und selbst langjährige praktizierende Buddhisten, halten einen Vortrag über „Buddhismus in der modernen Welt“. Sie nehmen dabei Bezug auf die historischen Buddha-Statuen und erzählen lebensnah über die buddhistischen Möglichkeiten im Westen. Die wertvolle Statuen-Sammlung stammt zum großen Teil aus der Sammlung des Giessener Juristen Heinz Beer. Seit 1985 kamen fast jährlich Schenkungen in das Museum und 2009 ging der Nachlass der verbliebenen Exponate ebenfalls an das Oberhessische Museum.

Parallel zum Vortrag für Erwachsene bietet das Oberhessische Museum einen Workshop für Kinder, der sich mit dem runden Sandmandala im Wallenfels`schen Haus beschäftigt. Anschließend wird in der Jungen Werkstatt im Alten Schloss aus Sand ein eigenes Mandala hergestellt. Nach dem Vortrag können Eltern und Großeltern Ihre Kinder und Enkel im Alten Schloss abholen.

 

Samstag 16. Januar 2016:

12:00 Uhr: Vortrag: Buddhismus in der modernen Welt
Oberhessisches Museum, Wallenfels‘sches Haus
Kirchenplatz 6, 35390 Gießen
Eintritt 6 €

11 – 14 Uhr: Kinderworkshop | Aus fernen Welten: Sandmandalas
Für Kinder von 7-12 Jahren, 15 € | 5* € pro Kind (* ermäßigt bei Vorlage Gießen-Pass o. Studentenausweis)
Anmeldung bis Mi, 13.1., 12 Uhr unter museum@giessen.de oder 0641 96097313
Weitere Informationen zum Workshop unter Oberhessisches Museum

 

Highslide JS
Ein Kind stellt ein Sandmandala her
Ein Kind stellt ein Sandmandala her
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Sandmandala eines Kindes
Sandmandala eines Kindes
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Sandmandala Avalokiteshvara
Sandmandala Avalokiteshvara
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Sandmandala
Sandmandala


 


 

Über das Buddhistische Zentrum Gießen-Süd

Das Buddhistische Zentrum Gießen-Süd gehört zur Karma-Kagyü-Tradition (gesprochen: „Kadschü“) des tibetischen Buddhismus, die bereits im 11. Jahrhundert gegründet wurde und heute unter deutschen Buddhisten die populärste Schule darstellt. Sie vermittelt den Diamantweg-Buddhismus, der von Buddha als lebensnahe Ausprägung seiner Lehre gelehrt wurde und daher auch als Bereicherung eines erfüllten Familien-, Liebes- und Berufslebens geeignet ist. Dabei spielt die Erfahrung des Geistes in der Meditation eine zentrale Rolle.

Das Zentrum bietet sonntags und mittwochs um 20:00 Uhr eine angeleitete etwa 30-minütige Meditation zum Mitmachen. Die Angebote sind kostenlos und erfordern keine Anmeldung. Rund 30 regelmäßige Besucher und viele ehrenamtlich aktive Mitglieder sowie regelmäßige Vorträge und Meditationsseminare machen das Zentrum zu einem Mittelpunkt buddhistischen Lebens in Gießen. Es hat sich zusammen mit 24 weiteren Stellen in der Mittelrhein-Region in dem gemeinnützigen Verein Buddhistische Zentren Mittelrhein der Karma Kagyü Linie e.V. organisiert. Gegründet wurde es von Lama Ole Nydahl, dem wohl bekanntesten westlichen buddhistischen Lehrer. Es steht unter der Schirmherrschaft Seiner Heiligkeit des 17. Karmapa Thaye Dorje, dem Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie. Weltweit gibt es mehr als 640 Zentren des Diamantweg-Buddhismus.

www.buddhismus-giessen-sued.de

 

Über das Oberhessische Museum – Abteilung Wallenfels‘sches Haus:

1987 wurde das Wallenfels'sche Haus mit den Abteilungen Vor- und Frühgeschichte, Völkerkunde und Archäologie eröffnet. Reizvoll ist der Vergleich mit antiken Kulturen, was dank der Antikensammlung des Archäologischen Instituts der Justus-Liebig-Universität, die ebenfalls hier gezeigt wird, möglich ist.

Die Sammlung, die sich mit der Kultur Tibets befasst, besteht zum Großteil aus Schenkungen von Heinz Beer. Neben zahlreichen Buddhafiguren sehen wir auch Kultmesser, Silberamulette und volkstümliche Gebrauchsgegenstände.

Im August 2006 erstellten tibetische Mönche vor Ort ein Sandmandala des Medizinbuddha. Diese Arbeit erfordert große Geduld, höchste Konzentration und akribische Genauigkeit. Das Mandala wurde entgegen der üblichen Handhabe nicht nach der Vollendung zerstört, sondern in die Dauerausstellung integriert. Erst am 18.03.2012 fand die Auflösung des Mandalas im zeremoniellen Sinne statt.

In der folgenden Woche erstellten buddhistische Mönche das Mandala des Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara. Wie sein Vorgänger wurde auch dieses Mandala nicht nach der Vollendung zerstört, sondern in die Dauerausstellung aufgenommen.

Neben Stuttgart und Hannover ist Gießen die einzige Stadt, in der solch ein Mandala länger Bestand hat.