Achstattring vor und nach der Umrüstung auf LED-Beleuchtung

Die Universitätsstadt Gießen hat in einem von der Hessischen Landesregierung aus EFRE-Mitteln der Europäischen Union geförderten Pilotprojekt flächendeckend die Straßenbeleuchtung in allen fünf Gießener Stadtteilen, in Petersweiher, in der Nordstadt und in Teilen der Weststadt mit hocheffizienter LED-Technologie modernisiert. Im Rahmen dieses Projektes wurden 4.278 Lichtpunkte auf LED-Technik für ca. 1,4 Mio. Euro umgerüstet. Neben der Energieeffizienz sprechen auch die Helligkeit der Leuchten, die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung und die bessere Farbwiedergabe für die neue Technik. Begonnen hatte die Umrüstung Ende April in den Stadtteilen Allendorf und Lützellinden, abgeschlossen wurde es Ende August.

 

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Achstattring vor der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
Achstattring vor der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
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Achstattring nach der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
Achstattring nach der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
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Sudetenlandstraße vor der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
Sudetenlandstraße vor der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
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Sudetenlandstraße nach der Umrüstung auf LED-Beleuchtung
Sudetenlandstraße nach der Umrüstung auf LED-Beleuchtung


 

In einer ersten Bilanz nach der Umrüstungsphase erläuterte die Stadt, dass es anfangs zu Störungen in Form von einzelnen flackernden Leuchten kam. Unter Mithilfe der Bürger, die der Stadt per Telefon, E-Mail oder über den Mängelmelder defekte Leuchten gemeldet haben, konnten diese identifiziert und ausgetauscht werden. Der Austausch erfolgte im Auftrag der Lieferfirma als vertraglich vereinbarte Gewährleistungsaufgabe. Mittlerweile wurden ca. 150 Leuchten als defekt gemeldet, was einem Anteil von etwas mehr als 3% entspricht.

In Anbetracht dieser hohen Ausfallrate, die viele negative Begleiterscheinungen mit sich brachte, musste die Ursache der Störungen durch den Hersteller ermittelt werden. Es stellte sich heraus, dass ein kleiner Prozessor im Vorschaltgerät der Leuchte eine zu niedrige Taktfrequenz aufweist, wodurch die Software nicht korrekt arbeitet. Dies löst einen wiederholten Neustart der Leuchte und damit das Flackern aus.
Des Weiteren ist der Fehler temperaturabhängig, bei niedrigeren Temperaturen steigt die Störungsanfälligkeit im Vorschaltgerät. Der Austausch der Vorschaltgeräte im Rahmen der Gewährleistung ist vertraglich abgedeckt und verursacht keine Kosten für die Stadt. 

Mit Berücksichtigung der Temperaturen in diesem Winter und der Rückmeldung der Gießener Bürger über fehlerhafte Lampen, bestenfalls mit Nennung der am Lichtmast stehenden Lampennummer, ist der Austausch aller fehlerhaften Leuchten bis zum Frühjahr 2016 geplant.

Die Umrüstung der 4000 bisher nicht umgerüsteten Leuchten der Gießener Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wird die Stadt in mehreren Abschnitten in den nächsten Jahren vornehmen.

Anhand der Ergebnisse einer vom Tiefbauamt durchgeführten Umfrage in sieben repräsentativ ausgewählten Straßen unter ca. 1300 Bürgerinnen und Bürgern ist die Bewertung der bereits umgerüsteten Beleuchtung sehr positiv ausgefallen. Als Dank dafür verlost die Stadt 20 „Energiesparpakete“ unter den Beteiligten der Umfrage. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden noch vor Weihnachten informiert. (Download der Auswertung unten)

Das Ministerium hatte Ende Juli 2014 die hessischen Sonderstatusstädte über eine kurzfristig zu realisierende Fördermöglichkeit informiert und interessierte Kommunen zu einer Antragstellung aufgefordert. Marburg und Gießen erhielten diese Zusage zur finanziellen Förderung in Höhe von 50% der entstehenden Herstellungskosten.
Die Daten über die Straßenbeleuchtungsanlage mussten innerhalb kürzester Zeit aufgearbeitet werden, da die Förderung einen engen Zeitrahmen vorgegeben hat. Eine „lichtpunktscharfe“ Lichtplanung wurde durch das von der hessischen Landesregierung beauftragte Planungsbüro „hessenEnergie“ erarbeitet. Dies bedeutet, dass jeder Lichtpunkt in Abhängigkeit zur Straßenbreite, der Verkehrsbedeutung der jeweiligen Straße und der Lichtpunkthöhe bemessen wurde. Die Leuchten eines Straßenzuges haben somit eine individuelle LED-Bestückung.

Mit diesen Bemessungsparametern wurden die Leistungen europaweit ausgeschrieben.

Nach intensiven Prüfungen der Angebote, die nach unterschiedlichen Bewertungskriterien beurteilt wurden, konnte im Februar 2015 der Zuschlag durch den Magistrat erteilt werden. Für den Zuschlag waren neben den Kosten auch technische und gestalterische Kriterien ausschlaggebend.

Nach Zuschlagserteilung bestand die Aufgabe der Lieferfirma darin, 8500 Leuchten für Marburg und Gießen nach individuellen Vorgaben zu produzieren. Allein in Gießen sind über 100 verschiedene Leuchtenbestückungen im Einsatz.

 



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