Preisträger Jan Hoffmann mit dem Theatervereinsvorsitzenden Burkhard Schirmer

Verein der Freunde des Theaters würdigt Verdienste des Chordirektors

Zu einer besonderen Ehrung kam es vergangenen Samstag anlässlich der 125 Jahr-Feier des Vereins der Freunde des Theaters e.V., denn seit 1890 setzt sich der Theaterverein nicht nur für die Belange des Theaters ein, sondern würdigt satzungsgemäß zudem Theatermitglieder, die sich in herausragender Weise „um das Hineintragen und die Verwurzelung des Theatergedankens in der Bürgergesellschaft“ verdient machen. Dazu wurde 2008 auch der mit 5.000 Euro dotierte Theaterpreis „denkmal“ eingerichtet, der zu besonderen Anlässen verliehen wird. Die bisherigen Preisträger sind der Ausstattungsleiter Lukas Noll und der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Abdul-M. Kunze.

In diesem Jahr wurde der Preis der Theaterfreunde Jan Hoffmann für sein großes, kontinuierliches Engagement sowohl am Theater als auch außerhalb, das das kulturelle Niveau der Region fördert und damit die Lebensqualität ihrer Bewohner hebt, und als Anerkennung seiner Verdienste verliehen. Jan Hoffmann sei der „Meister der Ohren“, der „die Klänge umsorgt wie die Mutter das Kind“, wie Poetry-Slam-Meister und Laudator Lars Ruppel per Video-Botschaft verlauten ließ.

Jan Hoffmann, diesjähriger Preisträger, studierte in Mainz Schulmusik mit Hauptfach Gesang und schloss sein Studium sowohl mit einem Gesangsdiplom als auch mit einem Diplom in Orchester und Chorleitung ab. Neben einem langjährigen Lehrauftrag an der Musikhochschule und am Collegium Musicum der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität war er Dozent für Chorleitung und Stimmbildung bei verschiedenen Festivals.
Seine Tätigkeit als Chordirektor seit 1998/99 am Stadttheater ergänzt er durch die Arbeit mit dem Gießener Konzertverein, der Wetzlarer Singakademie sowie dem Gesangverein Jugendfreund 1888 e.V. Watzenborn-Steinberg. Seit dieser Spielzeit ist er darüber hinaus künstlerischer Leiter der Frankfurter Singakademie, wo er zuletzt das Projekt „Singspiration“ in die Wege leitete, das Menschen aller Altersklassen im Rhein-Main-Gebiet für Chorgesang begeistern möchte.

Am Stadttheater Gießen zeichnete er als musikalischer Leiter zahlreicher Opern wie DIE EROBERUNG VON GRANADA, DER GEHEIME GARTEN und ALESSANDRO STRADELLA verantwortlich und musiziert in zahlreichen Konzerten zentrale Meisterwerke der Chorliteratur wie DIE JAHRESZEITEN von Haydn, CARMINA BURANA von Orff oder die JOHANNES-PASSION von Bach; aber auch durch Ausgrabungen unbekannter chorsinfonischer Werke hat er sich einen Namen gemacht. Als ein herausragendes Projekt sei die Drei-Städte-Kooperation, die anlässlich der Aufführung des VERDI REQUIEMS in Wetzlar und Marburg realisiert wurde, zu nennen. Darüber hinaus steht Jan Hoffmann auch weiterhin als Tenor mit dem Kult-A-cappella-Quartett DIE SCHMACHTIGALLEN auf der Bühne.

Laudator Lars Ruppel preiste Jan Hoffmann als einen Künstler, „der weit über eigene Grenzen geht, um der Bühne und der restlichen Welt drum herum die Liebe, die er zur Musik hat, zu zeigen.“ Diesen Worten schließt sich das Stadttheater Gießen an, gratuliert seinem Chordirektor zu dieser Ehrung und wünscht ihm noch viele erfolgreiche und klangvolle Jahre.

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