Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_3
© Feuerwehr Gießen 

Am Dienstag, dem 24. November 2015 fand in den Abendstunden die gemeinsame Jahresübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Gießen statt. Stadtbrandinspektor Michael Fritze und sein Stellvertreter Martin Hoffmann hatten ein Übungsszenario ausgearbeitet, in dem ein Regionalexpress gegen ein Hindernis auf den Gleisen gestoßen ist und dadurch eine Notbremsung auf freier Strecke machen musste. Mehrere verletzte Personen, darunter der Lokführer, wurden dabei im Zug vermutet. Zusätzlich wurde angenommen, dass die Berufsfeuerwehr in einem anderen Einsatz bereits gebunden ist und daher der Einsatz von den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr unter Führung des Direktionsdienstes der Berufsfeuerwehr Gießen eigenständig abzuarbeiten war.

Zusammen mit dem Notfallmanager der DB AG Joachim Gatzka hatte die Übungsleitung im Gleisbereich am Schildberg im Ortsteil Kleinlinden die "Schadenlage" aufgebaut. Ein Doppelstock-Regionalzug diente dabei als Übungsobjekt. Fünf Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr mimten die Verletzten.

Ziel der Übung war es, den sicheren Umgang mit der Sondertechnik für den Einsatz an Gleisanlagen und Schienenfahrzeugen zu trainieren und dabei die besonderen Gefahren im Bahnbereich zu beachten. Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Gießen sollte geübt werden. Dazu nahmen die Freiwilligen Feuerwehren der Stadtmitte, der Ortsteile Kleinlinden, Wieseck und Allendorf sowie die Schnelleinsatzgruppe Spezielle Rettung an der Übung teil. Der Direktionsdienst der Berufsfeuerwehr stellte die Einsatzleitung und der Notfallmanager der Bahn war ebenfalls in die Übung eingebunden.

Während der Übung wurde in drei Einsatzabschnitten gearbeitet. Im ersten Abschnitt wurde die Absicherung der Einsatzstelle geübt. Dazu musste das Gleis gesperrt und der Zug gegen Wegrollen gesichert werden. Die Suche nach verletzten Passagieren und deren Rettung aus den Waggons wurde von den Feuerwehrkräften im zweiten Einsatzabschnitt geübt. Im dritten Einsatzabschnitt wurde schließlich der verletzte Lokführer von den Einsatzkräften der Schnelleinsatzgruppe Spezielle Rettung unter Einsatz von besonderer Technik schonend durch ein Fenster der Fahrerkabine gerettet.

Übungsbeobachter wurden von Fach- und Führungspersonal der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Insgesamt waren 60 Kräfte der Feuerwehr in die Übung eingebunden, 2 ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeiter des DRK waren vor Ort, um die Feuerwehrleute bei der im Dunkeln und bei Schneegestöber stattfindenden Übung vorsorglich abzusichern.

Dass deren Einsatz am Ende nicht erforderlich war, stimmte die Übungsleitung ebenso zufrieden wie die Erkenntnis, dass das Zusammenspiel der Einheiten in der Übung gut funktioniert hat. Natürlich wurde auch Potential erkannt, wie in Zukunft noch besser, schneller und sicherer gearbeitet werden kann, aber sie zeigte vor Allem, dass die Feuerwehr Gießen auf einen Ernstfall bereits gut vorbereitet ist. Die neuen Erfahrungen haben alle Übungsbeteiligten am Ende zufrieden mit nach Hause genommen, um sie im weiteren Ausbildungsbetrieb und in zukünftigen Einsätzen anzuwenden.

Während der Übung wurde der Brandschutz im Stadtgebiet von den nicht eingebundenen Ortsteilwehren Gießen-Lützellinden und Gießen-Rödgen gemeinsam mit den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sicher gestellt.

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Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_4
Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_4 © Feuerwehr Gießen
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Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall
Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall © Feuerwehr Gießen
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Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_2
Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_2 © Feuerwehr Gießen
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Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_3
Freiwillige Feuerwehr übt Einsatz bei Bahnunfall_3 © Feuerwehr Gießen