Stephanie Heinrich, Monika Graulich, Björn Jager, Guido Rupp, Mona Schicke, Stephanie Dünckel, Marina Pinnisch, Christian Brözel, Julia Müller (von rechts) Foto: Scholz

Im Theatersaal des Künstlerhauses Mousonturm übergab Staatssekretär Ingmar Jung (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) am Montag, 9. November 2015, den Hessischen Leseförderpreis an vier Einrichtungen: jeweils eine aus Darmstadt, Dreieich und Seligenstadt - und an die Stadtbibliothek Gießen.

 

In seinem einleitenden Grußwort betonte er die Relevanz, die Leseförderung im Land Hessen hat. 70.000 Euro investiere das Ministerium für Wissenschaft und Kunst jährlich in Leseförderung, so dass in Bibliotheken, Schulen und Vereinen Leseförderprojekte für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden könnten. Er dankte den Preisträgern sowie allen anderen Anwesenden ausdrücklich für ihr großes Engagement.

In seiner Laudatio auf die Preisträgereinrichtungen unterstrich der Projektleiter der Hessischen Leseförderung, Björn Jager, dass gerade in unserer Gegenwart Bildungs- und Kulturangebote von immenser Wichtigkeit seien. Gerade in Hinblick auf den derzeitigen Diskurs um die Flüchtlingsproblematik seien es Bibliotheken, Schulen und Vereine mit ihren Projekten, die nicht nur wertvolle Integrationsarbeit leisteten, sondern zudem auch in der Lage seien, aktiv zum Abbau von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber den schwächsten Gliedern der Gesellschaft beizutragen.

Die Stadtbibliothek Gießen erhielt den Hessischen Leseförderpreis 2015 für ihr Projekt "1. LC Gießen", das das Konzept eines Leseclubs erfolgreich mit den medialen Möglichkeiten unserer Gegenwart verknüpft und weit über das Lesen von Büchern und den Austausch über das Gelesene hinausgeht. So werden u.a. Clubmagazine erstellt und herausgegeben, Videoclips erstellt und Workshops angeboten; zudem besteht eine Kooperation mit dem Gießener Anzeiger, der das Projekt auf seiner Kinderseite begleitet.

Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro.

 

Urkunde Hessicher Leseförderpreis 2015
Urkunde Leseförderpreis