Laub im Herbst

Aber wohin damit? Der milde und trockene Oktober hat es noch ein wenig verdeckt, aber zweifelsfrei ist der Herbst gekommen. Und wie jedes Jahr im Herbst fallen große Mengen Laub von Gießens Bäumen. Die riesigen Mengen Laub müssen nicht nur eingesammelt, sondern auch abtransportiert und verwertet werden. Die Sammelbehälter der Kehrmaschinen sind dann sehr schnell voll. Damit diese nicht ständig auf den Betriebshof zurückfahren müssen, wird das Laub teilweise an Sammelplätzen im Stadtgebiet zwischengelagert. Von dort wird es später mit Lastkraftwagen abgeholt und zur Kompostierung gebracht.

Die Mitarbeiter der Straßenreinigung sammeln pro Arbeitstag bis zu 100 Kubikmeter Laub ein. Gelegentlich kommt dies für die 35 Einsatzkräfte einer Sisyphusarbeit gleich: Kaum haben Sie eine Fläche gereinigt, fegt der nächste Windstoß schon wieder neues Laub heran. Dieses kann dann erst bei der nächsten planmäßigen Reinigung entfernt werden. Bürgermeisterin Weigel-Greilich bittet um Verständnis für diese Vorgehensweise und auch dafür, dass die städtischen Mitarbeiter nicht überall gleichzeitig sein können.

Laub vom privaten Grundstück richtig entsorgen

Aber auch die Gießener Bürgerinnen und Bürger müssen für die Laubentsorgung Verantwortung übernehmen. Landet Laub aus dem öffentlichen Raum auf dem Privatgrundstück, so ist der Eigentümer für die Entsorgung verantwortlich.

„Laub, das nicht auf dem eigenen Grundstück umweltgerecht kompostiert werden kann oder nicht mehr in die Biotonne passt, kann mit dem Laubsack der Stadtreinigung Gießen entsorgt werden“, stellt Bürgermeisterin Weigel-Greilich pünktlich zum allgemeinen Laubfall fest. Der Laubsack fasst ca. 60 Liter und kann am Abfuhrtag der Biotonne am Straßenrand zur Abholung bereitgestellt werden. Die Säcke gibt es zum Preis von 2,00 Euro pro Stück im Stadtbüro im Rathaus am Berliner Platz und beim Stadtreinigungsamt in der Schlachthofstraße 40.

Die gesammelten Blätter sind aber nicht nur lästiger Abfall, sondern haben auch ihre „inneren Werte“. So wird aus ihnen nach der Kompostierung wertvoller Dünger. Erfolgt die Kompostierung gleich im eigenen Garten, wird der biologische Nährstoffkreislauf geschlossen, ohne dass umweltbelastende Transporte notwendig werden. Das Laub kann man auch unter die Hecke harken oder auf den Baumscheiben liegen lassen. Es schützt die Wurzeln vor Frost, wirkt sich positiv auf den Nährstoffkreislauf aus und verbessert so die Bodenqualität. Für Igel und andere Nützlinge sind Laubhaufen wichtige und gern genutzte Überwinterungsplätze.

Abschließend weist Bürgermeisterin Weigel-Greilich darauf hin, dass es nicht erlaubt ist, Laub vom eigenen Grundstück auf die Straße oder den Gehweg zu fegen und selbstverständlich auch die Entsorgung auf fremden Grundstücken, in Abfallcontainern auf den Friedhöfen, etc. nicht gestattet ist.