Afro Kunda
© Georg Kronenberg 

Neuer Standort auf dem Vorplatz der Kongresshalle – Erstmals Abendprogramm

Zum zehnten Geburtstag bekommt der vom Ausländerbeirat der Stadt Gießen gemeinsam mit den internationalen Vereinen ausgerichtete „Tag der Kulturen“ während des Gießener Stadtfestes am Samstag, 15. August, einen neuen Standort. Er findet auf dem Vorplatz der Kongresshalle statt, der beim Stadtfest erstmals genutzt wird. „Das bedeutet für uns neue Herausforderungen, aber vor allem neue Chancen“, freut sich Maria Hutsylo, Geschäftsführerin des Ausländerbeirates.

Der neue Austragungsort sorgt dafür, dass die Macher des „Tags der Kulturen“ sich mit dem Programm freier entfalten können – sind sie doch nicht mehr an ein enges Zeitfenster gebunden, das in das Programm auf dem Kirchenplatz integriert ist. Das neue Konzept macht es daher erstmals möglich, dass auch im Rahmen des „Tags der Kulturen“ ein Abendkonzert stattfinden kann. Gebucht wurde dafür die im heimischen Raum bekannte Formation „Afro Kunda“, die gemeinsam mit dem Sänger Fallou Sy mit afrikanischen Rhythmen und Klängen ab 20.30 Uhr für Stimmung sorgen wird.

Auch Sadullah Güleç, Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH, freut sich auf den neuen Standort und die damit verbundenen Möglichkeiten. "Der Tag der Kulturen ist seit zehn Jahren fester Bestandteil unseres Stadtfestes. Er bringt die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt sichtbar zum Ausdruck“. Güleç begrüßt es, dass Tag der Kulturen erstmals einen eigenen Platz mit eigener Bühne erhält. „Dieser Ort, der Vorplatz der Kongresshalle, ist zwar ein wenig aus der Not geboren, muss aber keineswegs eine Notlösung sein. Ich finde es spannend, neue bzw. zusätzliche Orte und Angebote in das Stadtfest zu integrieren. Ich freue mich, wenn der Tag der Kulturen großen Zuspruch erfährt und das Stadtfest neues Terrain erobert", so der Geschäftsführer weiter.

Eröffnet wird der „Tag der Kulturen“ um 12.45 Uhr. Mit einem Gospelchor ab 13 Uhr startet dann das kulturelle Programm auf der Bühne, an dem sich verschiedene ausländische Vereine beteiligen. Neu mit dabei sind der Cercles Beninois d´action Humanitaire, der den Gospelchor zur Eröffnung präsentiert und der Solidaritätsverein der Bürger aus Cermik in Europa, der Folkloretanz zeigen wird.

BedoblackMit Bedoblack steht am Nachmittag (16.45 Uhr) ein weiterer musikalischer Höhepunkt auf dem Programm – der junge deutsch-amerikanische Rapper, der in der Weststadt aufgewachsen ist, besticht mit seinen anspruchsvollen Texten. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Gießen. Unter dem Namen „Mig-World“ werden 20 Asylbewerber aus Gießen, die an der Volkshochschule gemeinsam einen Deutschkurs belegen, Folklore aus dem Iran, Eritrea, Somalia und Äthiopien präsentieren. „Es ist uns wichtig, dass auch Flüchtlinge einen Rahmen bekommen, um sich als Teil der lebendigen und bunten Stadt Gießen zu präsentieren“, erklärt Maria Hutsylo.

Wie auch in den Vorjahren setzt der Ausländerbeirat auch auf das Thema Begegnung und Austausch: Am „Meeting Point“ und an verschiedenen Infoständen werden sich neben dem Ausländerbeirat und den interkulturellen Vereinen auch andere Institutionen und Organisationen wie Amnesty International präsentieren, die für ein Miteinander und den Austausch stehen. Der „Meeting Point“ will die Menschen zusammenbringen und lädt zum gepflegten Austausch bei einer Tasse Kaffee ein.

Natürlich gibt es auch wieder ein kulinarisches Angebot: Neben spanischer Paella, Empanadas und Sangría warten auch erfrischende Cocktails sowie weitere landestypische Spezialitäten etwa der türkischen oder westafrikanischen Küche auf Abnehmer.

Kinderprogramm
Fester Bestandteil des „Tags der Kulturen“ ist auch das Kinderprogramm, das gemeinsam von der „Grupo Latino“, dem eritreischen Frauenverein Gießen sowie dem Projekt „Katzen tanzen“ des spanischen Kulturvereins Centro Español gestaltet wird. Geboten Kinderspiele aus aller Welt („Katzen tanzen“), eine Kindermodenschau, Kinderschminken und die beliebten, bunten Piñatas. „Das Kinderprogramm kam im vergangenen Jahr so gut an, dass die drei beteiligten Vereine sofort zugesagt haben, das wieder anzubieten“, freut sich Maria Hutsylo.