Am 21. Juni 2015 verstarb Herr Rolf Kralovitz, Neffe Hedwig Burgheims und Mitglied des Auswahlgremiums zur Verleihung der Hedwig-Burgheim-Medaille der Universitätsstadt Gießen.

Rolf Kralovitz hat als wichtiger Zeitzeuge mit Interviews, Hörspielen, Features, Büchern und Fernsehdokumentationen zur Aufarbeitung der Geschichte der Verfolgung in der NS-Zeit beigetragen.

Auf seine Initiative hin stiftete der Magistrat der Universitätsstadt Gießen 1981 in Anerkennung und Würdigung hervorragender Verdienste um Verständigung und Verständnis zwischen den Menschen und im verpflichtenden Gedenken an die bis heute fortwirkende Tätigkeit der jüdischen Pädagogin Hedwig Burgheim, die von 1920 bis 1933 das Fröbel-Seminar in Gießen (Ausbildungsstätte für Kindergärtnerinnen) leitete und im Konzentrationslager Auschwitz einen gewaltsamen Tod fand, die Hedwig-Burgheim-Medaille. Bis heute wurde die Hedwig-Burgheim-Medaille 24 Mal verliehen.

Der Magistrat der Universitätsstadt Gießen gedenkt in großer Achtung dem Wirken von Rolf Kralovitz, der durch seine Beiträge im Auswahlgremium wesentlich mit dazu beigetragen hat, geeignete Preisträger/innen zu finden und würdige Feierstunden zu gestalten. Er hat damit in unserer Stadt bleibende Spuren hinterlassen. Wir werden sein Wirken in ehrendem Andenken bewahren.

Universitätsstadt Gießen
Der Magistrat

Dietlind Grabe-Bolz
Oberbürgermeisterin