LED Straßenlaterne

Bewerbung abgegeben

Rund 6.000 der insgesamt 9.000 Gießener Straßenleuchten könnten – wenn es dem Wunsch des Magistrats der Stadt nachgeht – im kommenden Jahr in einem Zuge gegen neue hocheffiziente stromsparende neue LED-Leuchten ausgetauscht werden. Ermöglicht werden könnte diese „lohnende ökologische wie ökonomische Investition“, wie Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz wertete, durch die Teilnahme an einem Pilotprojekt der Hessischen Landesregierung. Eine entsprechende Bewerbung hat der Magistrat der Stadt dieser Tage auf den Weg gebracht. Bis zu 50 Prozent der insgesamt rund 4,2 Millionen Euro teuren Maßnahme würden dann vom Land getragen. Die Stadt erwartet die Entscheidung des Landes bis Ende des Monats.

Das Ministerium hatte Ende Juli die hessischen Sonderstatusstädte über eine kurzfristig zu realisierende Fördermöglichkeit für voraussichtlich ein bis zwei hessische Kommunen informiert und interessierte Kommunen zu einer Antragstellung bis 18.8.2014 aufgefordert.

Sollte die Stadt den Zuschlag erhalten, will der Magistrat knapp 6.000 Straßenleuchten erneuern, die noch mit veralteter Beleuchtungstechnik ausgestattet sind, erläuterte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. Dabei handelt es sich vorwiegend um Leuchten mit „HQL“ (Quecksilberdampflampen) und „NAV-E-I“ (Natriumdampf Hochdrucklampen), welche im Verbrauch ineffizient sind und für die es künftig aufgrund europäischer Vorgaben auch keine Ersatzleuchten mehr geben wird. Das Austauschprogramm ist nicht nur wegen seines Umfangs ehrgeizig, sondern muss zudem bis Ende August 2015 realisiert werden.

Für die Stadt hätte dies nur Vorteile: neben den positiven Wirkungen für die Umwelt würde Gießen auch jährlich geschätzt 200.000 Euro an Stromkosten sparen – binnen zehn Jahren hätte sich die Ausgabe bereits gerechnet. Ein Vorteil für Geldbeutel und Umwelt, den bereits viele Gießener Bürger gesehen hatten: In einer Bürgerbefragung zum Sparen in Gießen hatten viele Teilnehmer den Hinweis gegeben, dass sie einen Lampen-Austausch zum Geld- und Energiesparen anregen. „Wir würden uns freuen, wenn wir mithilfe des Landes nun diese Anregung auch umsetzen könnten“, sagte OB Grabe-Bolz abschließend.