Technische Hochschule Mittelhessen - LogoGegen 74 Konkurrenten aus Europa und Übersee trat das Team von „THM-Motorsport Racing“ beim Wettbewerb „Formula Student Germany“ an. 20 Studentinnen und Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen hatten gemeinsam einen Rennwagen gebaut und waren zum Saisonhöhepunkt an den Hockenheimring gereist. Nach Platz 23 im Vorjahr landete das Team aus Maschinenbauern, Elektrotechnikern, Wirtschaftsingenieuren, Informatikern und Betriebswirten nun auf dem zehnten Rang. „Das ist ein hervorragender Platz, den wir vor allem der Zuverlässigkeit unseres Autos zu verdanken haben“, sagt die BWL-Studentin Janine Kinkel. Bei einem Hubraum von 599 ccm und einer Leistung von 70 kW (96 PS) an den Antriebsrädern beschleunigt das Fahrzeug in 3,7 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Zweitbestes hessisches Team war die Uni Kassel auf Rang 18.

Dr. Klaus Herzog, Professor für Fahrzeugsystemtechnik am Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik (ME), unterstützt das Team aus Gießen und Friedberg in allen Belangen. Dazu gehören zum Beispiel unzählige Messungen auf dem Rollenprüfstand der THM in „Nachtschichten“ oder Tests beim Verkehrssicherheitszentrum Olpe, dessen Gelände man kostenlos nutzen darf. Der Fachbereich ME und das Präsidium der Hochschule fördern das Projekt. Unternehmen der regionalen Wirtschaft engagieren sich als Sponsoren. Dazu gehören unter anderem Schunk, Heyligenstaedt, Rovema, Kamax, Metec, Loctite, Engel und die Firma Volk.

THM-Flitzer
© Lukas Vorbeck 
Der Formula-Student-Wettbewerb entstand Anfang der achtziger Jahre in den USA und hat mittlerweile in verschiedenen Ländern Nachahmer gefunden. Das im November 2008 gegründete Team der TH Mittelhessen beteiligte sich zum zweiten Mal in Hockenheim. Auf der Formel-1-Strecke südlich von Mannheim organisiert der Verein Deutscher Ingenieure die größte Formula-Student-Veranstaltung der Welt. In verschiedenen Kategorien traten in diesem Jahr mehr als 3600 Studenten mit 115 Rennwagen gegeneinander an.

Die Teams haben die Aufgabe, einen einsitzigen Formelrennwagen zu bauen. Im Wettbewerb gewinnt nicht einfach das schnellste Auto, sondern die Gruppe mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Fahrleistung, Finanzierungskonzept, Organisation und Verkaufspräsentation. Ziel der Initiatoren ist die Ergänzung des Studiums um ein realistisches Entwicklungsprojekt. Das Auto soll kostengünstig und zuverlässig sein. Beschleunigung und Bremskraft werden ebenso bewertet wie Design, Komfort und die Möglichkeit, übliche Serienteile einzusetzen. Eine Jury, die Fachleute aus Motorsport, Automobil- und Zulieferindustrie vereint, begutachtet die Fahrzeuge. Zum Wettbewerb gehört auch der Praxistest auf der Rennstrecke.

Wer in der nächsten Saison dabei sein will, kann über www.thm.de/motorsport/racing/ Kontakt zum Team aufnehmen.

18.08.2014 
Quelle: Technische Hochschule Mittelhessen