IKEAIn Sachen der geplanten IKEA-Ansiedlung in Wetzlar haben die beiden Oberzentren Gießen und Wetzlar einen Dialog begonnen und streben nun eine vertragliche Vereinbarung an, die die unterschiedlichen Interessenlagen der beiden Lahn-Städte berücksichtigt. Dies erklärten die Stadtspitzen, Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) und Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) nach einem Gespräch am 11. Juni unter Magistratsvertretern in Gießen. Teilgenommen hatten daran unter anderem auch die jeweiligen Fachdezernenten der Städte, Gießens Bürgermeister Gerda Weigel-Greilich und Wetzlars Stadtrat Harald Semler.

Ziel dieser Vereinbarung sollte der Abgleich der verschiedenen Interessenlagen der Städte sein, betonten Dette und Grabe-Bolz. Insbesondere wolle man im Zuge einer guten Nachbarschaft und im Wissen um die bestehenden intensiven Verbindungen zwischen den beiden Städten in einem gemeinsamen Prozess bewerten, wie die IKEA-Ansiedlung so zu gestalten sei, dass sie vor allem für den Innenstadt-Handel der Städte verträglich stattfinde. „Wir freuen uns alle auf IKEA in Mittelhessen, aber wollen natürlich auch, dass dadurch kein Schaden für den bestehenden Handel entsteht“, erklärte Grabe-Bolz. Das Augenmerk des gemeinsamen Abstimmungsprozesses, den Wetzlar und Gießen gehen wollen und dessen Ergebnis im Herbst vorliegen soll, richte sich deshalb vor allem auf die sogenannten „zentrenrelevanten Sortimente“ des schwedischen Möbelhauses, sagte die Gießener OB, denn diese seien unter anderem für die Gießener Innenstadt von Bedeutung. Oberbürgermeister Dette hob hervor, dass der Wetzlarer Stadtmarketing-Verein, der auch die Interessen des Einzelhandels vertritt, die IKEA-Ansiedlung bereits begrüßt hat und positiv begleitet. Gleichwohl sei es im Hinblick auf die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Wetzlar und Gießen sinnvoll, einen gemeinsamen Interessensausgleich anzustreben.