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Die Anerkennung von im Ausland erlangten Schul- und Berufsabschlüssen ist eine wichtige Voraussetzung für die qualifikationsadäquate Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt. Das "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung der Gleichwertigkeit und Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen" (kurz: Anerkennungsgesetz), das zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist, soll das Verfahren erheblich erleichtern und verkürzen. Dies ist ein positives Signal für alle, die Berufsqualifikationen im Ausland erworben haben.

Laut Schätzungen gibt es ca. 300 000 Migrantinnen und Migranten in Deutschland, deren Abschlüsse nicht anerkannt sind. In vielen Fällen bedeutet das, dass sie als unqualifiziert und ungelernt gelten und in Folge dessen unterwertig beschäftigt sind. Damit gehen der Wirtschaft kostbare Kompetenzen und Ressourcen verloren, die - nicht nur angesichts des herrschenden Fachkräftemangels - unverzichtbar sind.

In Mittelhessen wird nun ein Beratungspojekt zur Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflicher Qualifikationen sowie zur Anerkennung von schulischen und akademischen Abschlüssen angeboten. In dieser Beratung wird beispielsweise geklärt, ob für den jeweiligen Beruf überhaupt eine Anerkennung notwendig ist und wenn nicht, welche Optionen die Ratsuchenden in diesem Fall haben, aber auch wer die anerkennende Stelle ist und welche Unterlagen benötigt werden. Das Projekt findet im Rahmen des  Hessischen Landesnetzwerkes „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) statt und verfolgt das Ziel die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten nachhaltig zu verbessern

Die Ratsuchenden nehmen Kontakt auf zu den Beratern auf - Kontaktdaten siehe Flyer (PDF, 281 KB) - und bringen (bestenfalls) ihre bereits übersetzten Dokumente, Zeugnisse bzw. Diplome mit. Dort werden sie über die weiteren Schritte informiert.

 

02.04.2014 
Quelle: iq Netzwerk Hessen, Herrnstraße 53, 63065 Offenbach