Schriftzug Bus auf Asphalt - Nahverkehr

Der aktuelle Entwurf des Nahverkehrsplans war einen Monat lang auf der Internetseite der Stadt Gießen eingestellt. Bis zum 20.01.2014 haben annähernd 100 Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeit genutzt, ihre Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Dies erfolgte häufig aus der jeweils ganz persönlichen Sicht der Busbenutzung. Deshalb überwiegen bei der Kritik auch die Hinweise auf überfüllte Busse, auf Verspätungen und ungünstige Umsteigemöglichkeiten. Entsprechend umfassen die Vorschläge und Wünsche vor allem ein größeres Angebot auf einzelnen Linien, d.h. häufigere Fahrten, zusätzliche Busse, schnelle und direkte Verbindungen. Schwerpunkte im Stadtgebiet bilden die Linien zwischen Bahnhof/Innenstadt und den Standorten der JLU und den Studentenwohnheimen, zu denen mehr Fahrten abends und am Wochenende gewünscht werden. Zum Busverkehr in den Stadtteilen Allendorf, Lützellinden und Rödgen sind kaum Anregungen eingegangen.
Bei der Internetbeteiligung wurden ebenso auch Vorschläge für die Verbesserung der Haltestellenausstattung, z.B. eine bessere Fahrgastinformation, mehr Sitzgelegenheiten geäußert; andere wünschen mehr Freundlichkeit beim Personal.

Die Stellungnahmen werden jetzt ausgewertet und es wird den Möglichkeiten ihrer Berücksichtigung bei der weiteren Überarbeitung des Entwurfs des Nahverkehrsplans nachgegangen. Dabei können manche Anregungen nicht unmittelbar von der Stadt aufgegriffen werden, da sie außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen, z.B. die RMV-Tarifgestaltung der regionalen Buslinien betreffend. Andere unterstützen die seitens der Stadt vorgesehenen Veränderungen bzw. geben wichtige Hinweise für die weitere Planung.

Der überarbeitete Entwurf des Nahverkehrsplans wird im Frühjahr dem Stadtparlament zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Dabei wird auch eine Kostenschätzung der vorgesehenen Veränderungen ergänzt sein.

Die ersten Maßnahmen aus dem neuen Nahverkehrsplan sollten zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 umgesetzt werden. Je nach Vorbereitungszeit, z.B. für Baumaßnahmen an Haltestellen und den Finanzierungsmöglichkeiten, sollen in den Folgejahren weitere Maßnahmen verwirklicht werden.

 

zu den Beiträgen und Kommentaren