Gärtnertreff für die Landesgartenschau
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Der Countdown läuft. In genau 50 Tagen wird die 5. Hessische Landesgartenschau in Gießen feierlich eröffnet. Viele der Attraktionen im Gelände sind bereits fertig.

Gut eineinhalb Monate vor der Eröffnung ist der Großteil der Arbeiten in der Wieseckaue so gut wie abgeschlossen. Dank des milden Wetters gab es keine unvorhergesehenen Verzögerungen. Die meisten Attraktionen im Gelände, die ab dem 26. April 2014 den Besuchern von Hessens größtem Gartenfest zum ersten Mal präsentiert werden, sind fast fertig gestellt.

Die Meisten der sieben Wissenschaftsgärten, in denen Konzepte von Studierenden der Justus-Liebig-Universität und der THM umgesetzt wurden, sind bereits gut erkennbar. Gleich am Eingang bietet der „Ausstellungsgarten“ hinter Hecken und frisch aufgestellten Milchglasscheiben einen Rückzugsraum, um sich ein Bild über die Wissenschaftsgärten und dem damit verbundenen Wettbewerb zu verschaffen. Als Pendant dazu steht am Ende der Wissenschaftsachse der ähnlich gestaltete „Grüne Hörsaal“. Im „Grünen Mathematikum“ ist schon der Brunnen zu erkennen, auf dem die Besucher künftig per Fußdruck Wasserstrahlen steuern können. Bereits von weitem ist der sechs Meter hohe Holzpavillon des Paradiesgartens zu sehen, der nur noch innen mit Tafellack gestrichen werden muss, damit die Besucher dort ihre Vorstellungen vom Paradies entwerfen können. „Die überdimensionale Perischale für den Garten der Kulturlandschaften wird in der kommenden Woche angeliefert. Somit werden wir bis auf kleine Restarbeiten Ende nächster Woche mit der Wissenschaftsachse fertig sein“, schätzt Jürgen Werner, Bauleiter der LGS GmbH.

Ab der kommenden Woche wird sich die Zufahrt zum Messeplatz wieder ändern. Die bisherige Durchfahrt, die den Schwimmbadparkplatz und den Messeplatz miteinander verbunden hat, wird von Montag an geschlossen, da die direkte Zufahrt zum Messeplatz wieder geöffnet wird. Beide Parkplätze haben ab diesem Zeitpunkt zwei getrennte Einfahrten. Der bisher mit Schlaglöchern übersäte Messeplatz wird bis zur Eröffnung der Schau noch in Ordnung gebracht, verspricht Werner.

Der neu gestaltete Skate-Park sieht ebenfalls schon so gut wie fertig aus. „Er wird in diesen Tagen abgenommen, dann geht es nur noch darum, mögliche Mängel zu beseitigen.“ Gleich nebenan leuchten die hölzernen Bauten der Spielschollen für die kleinen Besucher durch das noch kahle Geäst der Bäume. Sie haben die Südamerika-Reise des Forschers Alexander von Humboldt zum Thema. Das Kletter-Ei auf der nach dem Ecuadorianischen Berg Chimborazo benannten Spielscholle lädt bereits zum Klettern ein. Die Trampoline nebenan sind im Boden versenkt, auch Sand und Holzspäne um die Spielgeräte sind verteilt. Es fehlen an einigen Stellen noch der Fallschutzbelag sowie die kleinen Holzkisten und Spielgeräte, die die Kinder bald zum Entdecken und Forschen einladen werden.

Auf dem ehemaligen Bolzplatz in der Wieseckaue steht das große, teils verglaste Zelt, in dem wechselnde Blumenschauen gezeigt werden. Auch das Gastronomie-Zelt nebenan ist bereits errichtet. Sämtliche Kassenhäuschen an den drei Eingängen zum Gelände sind ebenfalls aufgebaut, wie auch die Toilettencontainer und der Pavillon für das Grüne Klassenzimmer auf den ehemaligen Tennisplätzen. Im Multifunktionsgebäude steht schon die Endreinigung an. Alle Wege im Gelände sind asphaltiert, an den Kanten werden nur noch fehlende Erde angefüllt und Rasen ausgesät. Zudem müssen derzeit Pflanzen und Rasenflächen für den Frühling fit gemacht werden. „Für die gärtnerischen Arbeiten hat uns das Gartenamt freundlicherweise fünf Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, die mindestens eine Woche lang im Freiland tätig sind“, freut sich Werner.

Auf dem ehemaligen und auch zukünftigen Sportplatz wird derzeit allerdings noch eifrig gearbeitet. Die meisten der 13 kreisrunden Themengärten, die sich wie eine Molekularkette aneinanderreihen, sind schon gut zu erkennen. Aus dem einen ragt ein Japanhäuschen heraus, aus dem anderen eine Harfe aus Metall oder ein Container, dessen Dach während der Gartenschau begehbar sein wird. Die Stahlkonstruktion des Gärtnertreffs, in dem 163 Tage Beratungen zum Thema Grün stattfinden, steht bereits. Auch die Friedhofsgärtner haben bereits begonnen, die Mustergräber anzulegen.

Im Bistro am Neuen Teich steht der Innenausbau an. Außen ist der Platz bislang grob geschottert, nun bereiten die Metallbauer die Stahlkanten als Einfassungen der Wege vor. Sind diese gesetzt, kann auch die wassergebundene Wegedecke aufgebracht werden. Die Pfosten für den geforderten Sichtschutz zum Schilf sind bereits gestellt. Für den nahegelegenen Uferbalkon am Neuen Teich wird derzeit die Stahlkonstruktion gefertigt. Der Zugang über eine Treppe und eine Rampe ist bereits angelegt.

Auch rund um den Schwanenteich sind die Arbeiten abgeschlossen. Der Dammweg ist fertig und das neu gestaltete Nordufer bietet jetzt eine flach abfallende Schräge mit Sitzgelegenheiten aus Schieferblöcken. Die Deckschicht am Kirchenstandort ist ebenfalls fertig gestellt, so dass nur noch die LichtKirche montiert werden muss. Am Platz an der THM fehlen lediglich das Geländer, die Bänke und die Lampenköpfe. Für diese kleineren Arbeiten bleibt in den kommenden 50 Tagen bis zur Eröffnung der Landesgartenschau noch genügend Zeit.

 

Landesgartenschau 2014

 

07.03.2014 
Quelle: Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH