onebillionrising

Wir erinnern uns: Nachdem eine junge Frau in Indien in der Folge einer Gruppenvergewaltigung und -folter in einem Bus im Dezember 2012 gestorben war, gingen nicht nur in Indien tausende Menschen gegen die tägliche Gewalt an Frauen auf die Strasse. Der massive Protest mündete in einen weltweiten Aufruf, den 14. Februar zu einem Tag zu machen, an dem sich Frauen und Männer gemeinsam gegen Gewalt erheben, sich befreien und tanzend Gerechtigkeit einfordern.

So entstand der Tag „One Billion Rising“. Die „Milliarde“ (engl. billion) steht für die statistische Aussage der UN, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden sind.

2013 nahmen in 205 Ländern Menschen in Protestzügen, spontanen Happenings und bei Tanz- und Kunstaktionen an der Kampagne teil. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
unterstützte die Aktion ausdrücklich und forderte, dass „dies ein Tag sein muss, auf den Handlungen folgen.” Die Menschen tanzten zu dem mittlerweile weltweit bekannten eigens komponierten Song „Break the Chain“ (Zerbrich die Ketten) und der dazu entwickelten Choreografie.

ONE BILLION RISING FOR JUSTICE – dies ist das Motto für 2014 - ist ein Aufruf das Schweigen zu brechen, die Geschichten der Opfer der Welt zu erzählen und für Gerechtigkeit zu kämpfen. „Gerechtigkeit nimmt dort ihren Anfang, wo wir in solidarischer Gemeinschaft die Wahrheit aussprechen, sie freisetzen und anerkennen“ formulieren die Initiatorinnen des Aktionstages.

Ein breites Bündnis hat für Deutschland drei Forderungen an die Politik formuliert:

  • Wir fordern einen gesetzlich festgeschriebenen Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt,
  • wir fordern die Sicherung der eigenständigen Existenzsicherung von benachteiligten Gruppen und Überlebenden von Gewalt und Menschenhandel,
  • und wir fordern ein Verbot der diskriminierenden Darstellung von Frauen und Männern in den Medien.

 

Das Frankfurter Frauenreferat ruft für den 14.02.2014 um 16:30 Uhr zur Tanzdemo am Gerechtigkeitsbrunnen am Römerberg in Frankfurt auf. Die Beauftragte des Gießener Frauen- und Gleichberechtigungsbüros, Friederike Stibane, möchte Gießener_innen, die sich anschließen möchten, dazu aufrufen, sich der Tanzdemo anzuschließen.

Treffpunkt am Freitag, 14. Februar 2014, ist der Gießener Bahnhof/Abfahrt ist um 15:22 Uhr.

Für Frauen, die Gewalt erlebt haben, gibt es in Gießen mehrere Stellen, die Unterstützung und Hilfe anbieten. Nähere Informationen und Adressen können im Büro für Frauen- und Gleichberechtigungsfragen im Rathaus Gießen oder unter 0641 306-1019/-1020 erfragt werden.