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Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft beim Ausstieg aus der Preisspirale

"Trotz fallender Preise an der Strombörse, treibt die EEG-Umlage die Stromkosten in die Höhe", so Susanne Pertermann, Leiterin der Beratungsstelle Gießen von der Verbraucherzentrale Hessen. Doch was können Verbraucher tun, um die Kosten im Griff zu behalten? Anbieterunabhängige Hilfe bei allen Fragen zur Strom-Einsparung und zum Anbieterwechsel bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen. Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands und Dipl.-Ing. Horst Müßig bieten persönliche Energieberatung für eine Kostenbeteiligung von 7,50 € á 45 Minuten in der Beratungsstelle Gießen der Verbraucherzentrale Hessen, Südanlage 4 (neben der Kongresshalle) an. Die Energieberatung findet 14-tägig dienstags in ungeraden KW von 14 -17.30 Uhr und 14-tägig mittwochs in geraden KW von 14 -17 Uhr statt. Eine Terminvereinbarung (0641) 76 234 ist erforderlich.

„Mit der EEG-Umlage werden die Verbraucher an den Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien beteiligt‘“, erläutert Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen. Zum Jahr 2014 ist die EEG-Umlage um 0,963 Cent auf 6,240 Cent je Kilowattstunde Strom gestiegen. Die Stromanbieter können diese Erhöhung ganz oder teilweise an ihre Kunden weitergeben. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Strompreise auch in 2014 wieder steigen.

Ganz unausweichlich ist der tiefe Griff ins Portemonnaie aber nicht: „Die benötigte Strommenge und damit auch die Kosten hängen nicht unerheblich vom eigenen Verbrauchsverhalten ab“, betont Benecke. Die wichtigsten Tipps:

  • Energiesparlampen oder LEDs verwenden, Geräte ganz ausschalten und nicht im Standby-Betrieb belassen,
  • elektrische Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Backofen und Waschmaschine bewusst nutzen,
  • beim Neukauf auf den Energieverbrauch achten und
  • Anbieterwechsel.

 

Wenn die Einsparpotenziale in privaten Haushalten ausgereizt sind, sind Preisvergleich und Anbieterwechsel eine gute Möglichkeit, die Kosten weiter zu drosseln. Denn die Preise unterscheiden sich stark – viele Stromkunden können ihre Rechnung so ohne weiteres erheblich senken. „Der Wechsel ist gar nicht so kompliziert, wie viele glauben“, versichert Dr. Elisabeth Benecke. „Auch hierbei helfen unsere Berater übrigens gerne weiter – anbieterunabhängig.“

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Hintergrund:
Die EEG-Umlage ist politisch umstritten. Denn trotz sinkender Preise an der Strombörse, treibt sie den Strompreis nach oben. Private Haushalte profitieren somit nicht von den sinkenden Strompreisen. Im Gegenteil: für sie verteuert sich der Strom mit sinkendem Börsenpreis umso mehr. Großverbraucher, die ohnehin von den fallenden Börsenpreisen profitieren, können sich hingegen von der EEG-Umlage befreien lassen. Letzteres ist Auslöser für ein EU-Verfahren. Denn die Rechtmäßigkeit dieser Befreiung wird inzwischen bezweifelt.