Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung für Jugendliche und Erwachsene in der DITIB-Gemeinde

Am Dienstag, den 07. Januar 2014, läd die DITIB-Gemeinde ab 16:00 Uhr alle Interessierten in die Räume der DITIB-Moschee, Marburger Strasse 85a, Gießen ein, um
sich über KO-Tropfen zu informieren.

Immer häufiger werden in Diskotheken, aber auch auf Festen Jugendlichen oder jungen Heranwachsenden unbemerkt K.O.-Tropfen verabreicht. Frauen oder Mädchen werden so Opfer von Gewalt oder sexueller Gewalt, Jungen und Männer werden häufig unter der Wirkung der Droge ausgeraubt.

Da die Opfer später keinerlei Erinnerung an das Geschehen mehr haben hat dies weitreichende psychische, aber auch physischen Folgen für die Opfer. Die Scham und das Schuldempfinden der Betroffenen sind oft sehr groß. Viele glauben, einen erlebten „Filmriss“ z. B. durch zuviel Alkohol selbst herbeigeführt zu haben und befürchten daher, von anderen verurteilt zu werden oder Ärger mit den Eltern zu bekommen. Gerade bei schweren Straftaten ist es aber wichtig, frühzeitig objektive Beweise für körperliche oder sexuelle Übergriffe zu sichern.

Die Veranstaltung möchte aufklären und sensibilisieren für die Situation der Betroffenen. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Opfer unterstützt werden können aber auch, auf welche Anzeichen Eltern und Freunde achten müssen, wenn sie Übergriffe unter K.O.-Tropfen vermuten. Zudem werden Tipps gegeben, wie man es potentiellen Tätern möglichst schwer machen kann, damit sie gar nicht erst die Chance haben K.O.-Tropfen einzusetzen.

Die beiden Referentinnen Barbara Behnen von Wildwasser Giessen und Antje Suppmann, Jugendkoordinatorin der Polizei Mittelhessen stellen die vorhandenen Hilfs- und Unterstützungsangebote in Gießen vor.

Die Kooperationsveranstaltung der DITIB-Gemeinde mit dem Büro für Frauen- und Gleichberechtigungsfragen der Universitätsstadt Gießen steht allen Interessierten offen und ist kostenlos.