Gemeinsam mit der „Hessischen Energiespar-Aktion“ (ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) eröffnet das Umweltamt der Stadt Gießen am 19.11.2013 die Ausstellung „Fassadendämmung im Altbaubestand“. Die Ausstellung wird der Stadt bis 10. Januar 2014 von der „Hessischen Energiespar-Aktion“ zur Verfügung gestellt und ist im Rathaus zu sehen. Gleichzeitig wird eine Auswahl von Naturdämmstoffen zum „Anfassen“ der Firmen Öko-Bau-Zentrum, Gießen, und Keil-Baustoffe, Heuchelheim, ausgestellt. Zusätzlich werden am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr im Rathaus (Raum neben dem Konzertsaal) Vorträge zum Thema „Welche Dämmung braucht das Haus“ gehalten.

Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich hebt die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit beim Thema Klimaschutz hervor: „nur ein gut informierter und beratener Hauseigentümer wird auch in Sachen Wand- und Dachdämmung aktiv und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion im Bestand“. Neben den Informationen über die schon eingerichteten Energiespar-Ecke in der Stadtbibliothek zeigt nun die Ausstellung die vielen Vorteile, die sich durch eine nachträgliche Wärmedämmung der Fassade ergeben.

„Zur Dämmung unserer Außenwände gibt es keine Alternative“, so Werner Eike-Hennig, Projektleiter der Hessischen Energiespar-Aktion, „auch, wer mit regenerativen Energien heizen will oder eine Solaranlage aufs Dach setzt: bleiben die Altbauwände ungedämmt, bleibt auch der Energieverbrauch unnötigerweise hoch“. Für die Dämmung der Außenwand zeigt die Ausstellung vier verschiedene Systeme: Wärmedämmverbundsystem, vorgehängte Fassade, Kerndämmung, Innendämmung. Auch die bauphysikalischen Vorteile gedämmter Wände werden dargestellt. Während ungedämmte Altbauwände Schimmelschäden verursachen, wird dies den gedämmten Wänden unterstellt. In der Realität verhält es sich gerade andersherum. „Gedämmte Wände bleiben im Winter warm und sind geschützt gegen Kondensat und Schimmelfolgen“, so Fey, Pressesprecher der Hessischen Energiespar-Aktion.

„Bei der Suche nach dem richtigen Baustoff wird der Verbraucher mit einer Vielzahl unterschiedlicher Dämmstoffe konfrontiert“, so der neue Amtsleiter, Dr. Gerd Hasselbach vom Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen und kündigt für Donnertag, 21. November, 19 Uhr, im Pausenraum des Stadthauses den Vortag „Welche Dämmung braucht das Haus?“ an. Bei den Vorträgen wird darauf eingegangen, dass ein guter Dämmstoff viel mehr können sollte, als nur den Wärmeverlust der Wohnung zu verringern. Dies bestätigen die beiden anwesenden Baufachleute Daniel Döbel, Marketing- und Vertriebsleiter vom Öko-Bau-Zentrum aus Gießen sowie Daniel Hillebrand, Energiefachberater der Firma Keil-Baustoffe aus Heuchelheim. Daniel Döbel (Öko-Bau-Zentrum) und Martin Bandt (Geschäftsführer Keil-Baustoffe) werden in den Vorträgen von den Dämmstoffen und ihren Eigenschaften berichten.

„Ernst gemeinter Verbraucher- und Klimaschutz sieht anders aus“, so die Bürgermeisterin noch abschließend zur Verabschiedung der Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 durch die Bundesregierung. Diese Minireform sehe weder Nachrüstpflichten noch verschärfte Einsparregeln für den Gebäudebestand vor. Der Sanierungsstau werde immer dramatischer. Umso wichtiger werde eine detaillierte passgenaue Beratung und verweist auf den „Gießener Gebäudepass für Energieeinsparung und gesundes Wohnen“ (www.giessener-gebaeudepass.de) und die Informationen der „Hessischen Energiesparaktion“ mit vielen weiteren Fachbeiträgen unter www.energiesparaktion.de.