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Am Mittwoch, 20. November 2013, 17:00 bis 20:00 Uhr, findet im Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, eine Informationsveranstaltung für Interessierte, Betroffene und Fachkräfte mit dem Titel „K.O.-Tropfen“ statt.

Die Veranstaltung wird vom Büro für Frauen- und Gleichberechtigungsfragen und dem Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen in Kooperation mit Wildwasser Gießen e. V., pro familia Gießen e. V., der Gießener Hilfe e. V., dem Netzwerk gegen Gewalt sowie den Jugendkoordinatoren des Polizeipräsidiums Mittelhessen angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Vorherige Anmeldungen sind jedoch erwünscht.

Gewalt und sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen werden zunehmend unter Einsatz von K.O.-Tropfen ausgeübt mit weitreichenden psychischen, aber auch physischen Gefahren für die Opfer. Zudem werden ebenso Jungen und Männer häufiger im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen Opfer von Gewalt oder Raub. Beratungsstellen, Lehrer oder Mitarbeiter in der Jugendarbeit stehen den Betroffenen oft hilflos gegenüber, zumal die Opfer später keinerlei Erinnerung an das Geschehen mehr haben. Scham und Schuldempfinden der Betroffenen sind oft sehr groß. Viele glauben, einen erlebten „Filmriss“ z. B. durch zuviel Alkohol selbst herbeigeführt zu haben und befürchten daher, von anderen verurteilt zu werden. Hierbei sind fehlende Erinnerungen an die Tat und den Tathergang ein großes Problem, z. B. wenn Frauen unter der Wirkung von K.O.-Tropfen vergewaltigt wurden. Objektive Beweise für körperliche oder sexuelle Übergriffe sind unter Umständen schwer zu ermitteln. Die Veranstaltung möchte aufklären und sensibilisieren für die Situation der Betroffenen. Es sollen Wege aufgezeigt werden, wie Hilfe erfolgen kann. Aufgezeigt wird die Wirkung von K.O.-Tropfen und auf welche Anzeichen Lehrer, Mitarbeiter in der Jugend- und Beratungsarbeit aber auch Eltern und Freunde achten müssen, wenn sie Übergriffe unter K.O.-Tropfen vermuten. Die Veranstaltung stellt auch die vorhandenen Hilfs- und Unterstützungsangebote in Gießen vor. Zudem werden Tipps gegeben, wie man es potentiellen Tätern möglichst schwer machen kann, damit sie erst gar keine Chance haben K.O.-Tropfen einzusetzen.

Anmeldungen und Fragen können an das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, Telefon 0641 306-2497, Telefax: 0641 306-2494 oder per E-Mail: jbw@giessen.de gerichtet werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unterwww.jbw-giessen.de.