Rank- und Schlingpflanzen

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Im Gegensatz zu den Kletterpflanzen brauchen die Rank- und Schlingpflanzen Kletterhilfen, um sich die Wände zu erobern.

Rank- und Schlingpflanzen sind die Geißblätter, von denen eine Art auch „Jelänger-jelieber“ heißt, der Hopfen, Waldreben, Knöterich, Blauregen, die Pfeifenwinde und der echte Wein.

Die Geißblätter (Lonicera-Arten) sind sommergrün, schlingen sich bis zu 5 Meter hoch und tragen im Sommer weiß-gelb-rote Blüten, die stark duften.

Der Hopfen (Humulus lupulus) ist nicht nur gut fürs Bier, sondern auch für die Hauswand. Er wächst im Jahr bis zu 6 Meter hoch, stirbt aber bei Frost ab und treibt dann im nächsten Jahr neu. Er liebt Feuchtigkeit und gedeiht in Sonne und Halbschatten.

Die Waldrebe (Clematis-Arten) rankt sich zum Teil recht schnell bis zu 10 Meter in die Höhe. Mit der Wurzel steht sie gerne schattig, aber sonst sonnig und warm. Die robusten Wildformen blühen im Sommer weiß bis rosa, die empfindlicheren Hybrid-Züchtungen weiß, violett oder blau.

Der weiß blühende Knöterich (Polygonum aubertii) ist der schnellste von allen. Bei günstigem Standort schafft er es, sich in einem Jahr 4 Meter hoch zu schlingen. Dabei ist er anspruchslos, so dass er fast überall gedeiht. In wenigen Jahren kann er eine 15 Meter hohe Hauswand völlig bedecken.

Der Blauregen (Wisteria sinensis), auch Glyzinie genannt, wird bis zu 10 Meter hoch. Er liebt Sonne bis Halbschatten und überschüttet im Mai und Juni die Wände mit Kaskaden blauer Blütentrauben. Er braucht im Sommer reichlich Wasser. Seine Samenschoten, die er im Herbst entwickelt, sind giftig.

Die Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla) wächst bis zu 10 Meter hoch. Mit ihren großen, dunkelgrünen, herzförmigen Blättern kommt sie im Schatten besser zurecht als in der Sonne und eignet sich deshalb besonders für Ost- und Nordwände. Im Winter allerdings verliert sie ihren dichten Blätterschmuck.

Die Weinrebe (Vitis vinifera) braucht Sonne und eine gut geschützte Lage. Dort wächst sie dann üppig und erreicht eine Höhe bis zu 10 Metern. Bei gutem Boden und guter Lage kann man sogar mit Trauben rechnen, dazu bedarf es aber eines jährlichen Rückschnitts.