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Erneuter Angriff auf die Kennzeichnung durch die EU-Kommission

Die von der EU geplante Einführung einer Markierungspflicht von Verbraucherprodukten dient nicht der Sicherheit der Konsumenten. Sie erhöht die Bürokratie zu Lasten des deutschen Mittelstandes und schadet der Wirtschaft. Die IHKs fürchten, dass mit dieser Regelung Teile der deutschen Industrie das Label „Made in Germany“ verlieren würden.

Hintergrund ist der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf für eine Verordnung über die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit von Verbraucherprodukten. Dieser sieht die verpflichtende Angabe des Ursprungslandes (Made-in …) auf fast allen Konsumentenprodukten, gleichgültig ob neu oder gebraucht, vor. Diese zusätzlichen Angaben geben jedoch keine Auskunft über Qualität, Technik, Design oder die Verarbeitung.

Transparenz globaler Wertschöpfungsketten garantiert dem Verbraucher nicht mehr Sicherheit und Qualität
Die bisher greifenden Regelungen über das „Product Safety Directive“ haben den Verbraucher bereits mit einem hohen Maß an Sicherheitsansprüchen geschützt. Durch diese geplante, verpflichtende Herkunftsbezeichnung hat der Verbraucher jedoch keinen Mehrwert.

Hierbei versucht man Verbraucherschutzrecht und Zollrecht miteinander zu verknüpfen. Nicht mehr die Qualität, sondern Zollvorschriften werden die Grundlage für das Label „Made in Germany“. Davon profitieren weder die Verbraucher noch die Wirtschaft. Vielmehr führen diese neuen bürokratischen Regelungen zu mehr Bürokratie und verursachen einen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand. Dieser muss vom Unternehmen oder dem Verbraucher selber gezahlt werden. Eine eigene Studie der Kommission im Textilbereich schätzt, dass Unternehmen in den ersten fünf Jahren mit zusätzlichen Kosten von 620 - 925 Millionen Euro rechnen müssen.

Wenn Sie weitergehende Informationen wünschen, können Sie sich direkt an Elvin Yilmaz, Geschäftsbereich International der IHK Gießen-Friedberg, Tel. 0641 7954-3505, wenden.

 

25.10.2013 
Quelle: Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg