Enten - bitte nicht füttern!

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Enten zählen neben Schwänen wohl zu den auch in der breiten Öffentlichkeit beliebtesten Wasservögeln. Sie erfreuen uns an unseren Teichen, Flüssen und Bächen. Das Füttern der gefiederten Freunde ist - nach wie vor - eine häufig zu beobachtende Freizeitbeschäftigung. Es macht Spaß und man bekommt das Gefühl, ihnen etwas Gutes zu tun – doch das Gegenteil ist der Fall. Füttern ist falsch verstandene Tierliebe! Es stört das natürliche Gleichgewicht der Tiere und der Gewässer. Der Schaden ist enorm.

Weshalb Sie Enten nicht füttern sollten:

  • Das Füttern führt zu einer unnatürlich starken Vermehrung der Wasservögel. Die Übervölkerung führt zu Stress und Krankheiten. Durch die vermehrte Kotausscheidung der Tiere kommt es zu einer stärkeren Verunreinigung der Gewässer und der Umwelt. Das Algenwachstum in den Gewässern wird beschleunigt. Der Sauerstoffverbrauch im Wasser nimmt zu. Sauerstoffmangel kann schließlich zu einem Fischsterben oder gar dem biologischen Tod des Gewässers führen.
  • Das Futter erreicht die Vögel größtenteils gar nicht. Das meiste davon sinkt auf den Grund der Gewässer. Dort verfault es schließlich und entzieht dem Wasser den für Tiere und Pflanzen lebenswichtigen Sauerstoff. Darüber hinaus bilden sich dabei giftige Bakterien. Die Gewässer werden verunreinigt. Es besteht die Gefahr, dass sie „umkippen“.
  • Das Futter am Ufer der Gewässer zieht andere Tiere an – unter anderem Ratten, die gefährliche Krankheiten übertragen können.
  • Wenn das Futter verdirbt oder bereits verdorbene Lebensmittel verfüttert werden, stellt das eine große Gefahr für Fische und Vögel dar. Die Tiere vergiften sich damit und verenden qualvoll.
  • Enten bevorzugen als Nahrung vor allem Würmer, Schnecken, Insekten, Larven und Kaulquappen. Aber auch Samen und Früchte von Erlen, Birken, Eichen und Gräsern sowie Triebe, Blätter und Wurzeln zählen zum natürlichen und für die Tiere gesunden Nahrungsangebot.

Zufüttern mit Brot (!) und anderer Menschennahrung macht die Enten krank! Deshalb:

Wer Enten und andere Wasservögel liebt, verzichtet auf das Füttern. Die Tiere finden in der Natur ausreichend Nahrung zum Überleben.

Darüber hinaus ist das Füttern von Wasservögeln und Fischen in öffentlichen Anlagen ausdrücklich verboten (siehe Allgemeine Gefahrenabwehrverordnung, § 11 Abs. 2, Füttern von Tieren).