Rathaus der Universitätsstadt Gießen
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Bürgerrecht und Bürgerrechte sind Themen, die uns im Zeitalter der Globalisierung verstärkt beschäftigen. Es handelt sich jedoch keineswegs um Gegenstände, die erst für moderne Gesellschaften relevant sind. Bereits in der griechisch-römischen Antike waren sie von fundamentaler Bedeutung. Die von Studierenden der Altertumswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Karen Piepenbrink und Prof. Dr. Peter v. Möllendorff konzipierte Ausstellung „Bürger! Bürgerrecht und Bürgerrechte in der Antike“ demonstriert, wie man in antiken Gemeinwesen mit dem Bürgerrecht verfuhr und wie man über das Bürgersein reflektierte: Warum handhaben einige Gemeinwesen die Staatsbürgerschaft restriktiv, während andere sich großzügig zeigen? Stellt das Bürgersein einen Rechtsstatus dar, oder bedeutet es die Chance zu politischer Teilhabe? Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die Constitutio Antoniniana, ein Edikt des römischen Kaisers Caracalla aus den Jahren 212/213 n.Chr., das die Verleihung des römischen Bürgerrechts an sämtliche freie Bewohner des Imperium Romanum vorsah. Das einzige heute noch erhaltene Exemplar dieses Erlasses befindet sich in der Universitätsbibliothek der Justus-Liebig-Universität.

Die Ausstellung ist im Rathaus Gießen (vor der Stadtbibliothek) vom 5.11. bis zum 29.11.2013 zu sehen.

Ausstellungseröffnung ist am Montag, 4.11.2013 um 18.00 Uhr.