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Im November und Dezember finden im Jugend- und Kulturzentrum Jokus folgende Fortbildungen des Jugendbildungswerks der Universitätsstadt Gießen statt:

Alles was Recht ist – Rechtsfragen in der Kinder- und Jugendarbeit

Freitag, 29. und Samstag, 30. November 2013

Die Fortbildung findet am Freitag von 17:00 bis 20:00 Uhr und am Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, statt. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an ehrenamtliche und nebenberufliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Die Fortbildung kostet 15 Euro und ist als Fortbildung zur Verlängerung der JULEICA anerkannt.

In der Kinder- und Jugendarbeit tauchen auch bei langjährigen Mitarbeiter/inne/n immer wieder Fragen zur Aufsichtspflicht, zur Haftung, zum Jugendschutz usw. auf. Das Seminar will Hilfen und Anregungen geben, die pädagogischen Ziele engagiert zu verfolgen und den juristischen Rahmen als eine wichtige Absicherung der eigenen Arbeit zu verstehen. Mit Informationen und Fallbeispielen wird die Thematik praxisnah vertieft. Dabei fließen die Gesetzesänderungen und Rechtssprechung der letzten Jahre ebenso ein, wie die alltäglichen Fragen in Jugendgruppen und Jugendclubs: Was dürfen Kinder und Jugendliche ab welchem Alter? Wie wird die Aufsichtspflicht bei der Kanufreizeit sichergestellt? Für was haftet der/die Mitarbeiter/in? Zudem geht es um das Jugendschutzgesetz sowie das Bundeskinderschutzgesetz.


So ticken Jungs

Am Mittwoch, 4. und Mittwoch, 11. Dezember 2013, findet jeweils von 9:00 bis 12:00 Uhr, im Jugend- und Kulturzentrum Jokus die Fortbildung „So ticken Jungs – eine Fortbildung für den pädagogischen Arbeitsalltag mit Jungen“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an haupt- und nebenberufliche sowie ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit und ist als Fortbildung zur Verlängerung der JULEICA anerkannt. Die Teilnahme kostet 20 Euro.

Jungen ticken anders als Mädchen. Jungen gelten im Gegensatz zu Mädchen als aggressiver, technikfixierter und schwieriger. Was ist wirklich dran an diesem Unterschied der Geschlechter? Ist er eher eine Frage der Biologie oder der Sozialisation? Brauchen Jungs emotionale Zuwendung, sind sie einfach oder doch kompliziert? Der Anspruch einer geschlechtergerechten Erziehung ist schnell formuliert, aber seine Einlösung erfordert mehr als nur guten Willen. Deshalb kommen Pädagoginnen und Pädagogen, die professionell mit Jungen arbeiten, nicht umhin, sich mit ihren eigenen Geschlechts- und Rollenbildern auseinander zu setzen. Daneben müssen sie in der Lage sein, die entsprechenden Muster im sozialen Alltag wahrzunehmen und pädagogisch umzusetzen. Für beides – Selbstreflexion und Wahrnehmungsschärfung möchte das Seminar praktische Beispiele und Ansatzpunkte liefern.


Wie schütze ich Mädchen und Jungen vor Gewalt und sexuellem Missbrauch?

Informationsveranstaltung für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit

Die Veranstaltung mit Barbara Behnen von Wildwasser Gießen e. V. für ehrenamtlich oder nebenberuflich Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit findet am Mittwoch, 4. Dezember 2013 in Kooperation mit dem Jugendschutz der Universitätsstadt Gießen statt. an. Sie richtet sich an alle, die in Vereinen und Verbänden direkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und findet von 18:00 bis 21:00 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung nötig.

Gerade ehrenamtliche Mitarbeiter, nebenberufliche Trainer oder Übungsleiter in Vereinen und Verbänden stehen in ihren Gruppen oftmals alleine mit Beobachtungen und Erfahrungen im Bereich der Kindeswohlgefährdung da. Die Veranstaltung möchte informieren und Ehrenamtliche unterstützen, in ihrer Tätigkeit zufriedener und sicherer im Umgang mit dem schwierigen Thema Kindeswohl zu handeln. In der Veranstaltung geht es um die Definitionen zu Misshandlung, Vernachlässigung und sexueller Gewalt, um rechtliche Rahmenbedingungen für den Schutz von Mädchen und Jungen sowie die Handlungsverpflichtungen, -möglichkeit und -grenzen. Zudem wird das Hilfesystem in der Stadt Gießen vorgestellt und es wird kurz auf die Entwicklung von Interventionskonzepte in Vereinen eingegangen.


Schutzauftrag und Kindeswohl – ein wichtiger Aspekt für die Mädchenarbeit

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 9:00 bis 13:00 Uhr - Fortbildung für Pädagoginnen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit der Stadt Gießen

Die Veranstaltung ist als Fortbildung zur Verlängerung der JULEICA anerkannt und kostet 10 Euro.

Wie spreche ich ein Mädchen an, bei der ich Sorge habe, sie könnte sexuelle missbraucht werden? Was antworte ich, wenn ein Mädchen mir sagt, sie werde von der Mutter verprügelt? Wie reagiere ich, wenn ein Mädchen mir sagt, sie werde in der Schule als „Schlampe“ bezeichnet, seitdem sie einen Mitschüler wegen sexueller Belästigung angezeigt hat? Was unternehme ich, wenn ich mitbekomme, dass ein Mädchen ihrem Freund äußerst freizügige Fotos von sich zugeschickt hat, weil er sich das gewünscht hat und sie ihm vertraut? Die Fortbildung richtet sich an haupt- und nebenberufliche Mitarbeiterinnen in der Mädchenarbeit und geht der Frage nach, was der Schutzauftrag für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen in der offenen Jugendarbeit, aber auch im Beratungs- und Bildungsbereich bedeutet. Es geht um die rechtlichen Grundlagen und Begriffserklärungen, die Konkretisierung der sogenannten „gewichtigen Anhaltspunkte“, die Einschätzung der Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung unter geschlechtsspezifischer Sicht sowie Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Handelns. Durch kurze Inputs und praxisnahe Fallbeispiele wird schwerpunktmäßig anhand von Fragen gearbeitet, die sich aus der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen ergeben. Dabei geht es um Aspekte des Kinderschutzauftrags, die sich speziell im Handlungsfeld der Mädchenarbeit mit ihren Arbeitsprinzipien wie Parteilichkeit, Ganzheitlichkeit oder Partizipation auftun.

Anmeldungen und Fragen können an das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, Telefon 0641 306-2497, Telefax: 0641 306-2494 oder per E-Mail: jbw@giessen.de gerichtet werden.

Weitere Informationen unter www.jbw-giessen.de.