Fördermittel

Na­tür­li­che Res­sour­cen, ins­be­son­de­re Roh­stof­fe, sind we­sent­li­che Pro­duk­ti­ons­fak­to­ren. Dabei ist die Nut­zung von Roh­stof­fen über die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te – von der Ge­win­nung, über die Ver­ar­bei­tung und Nut­zung bis hin zur Ent­sor­gung – mit Um­welt­be­ein­träch­ti­gun­gen ver­bun­den.

Für die Un­ter­neh­men in Deutsch­land be­trägt der Kos­ten­an­teil für Roh-, Hilfs- und Be­triebs­stof­fe durch­schnitt­lich etwa 40 Pro­zent des Brut­to­pro­duk­ti­ons­wer­tes. Un­ter­su­chun­gen zei­gen, dass im Durch­schnitt bis zu 20 Pro­zent der Ma­te­ri­al­kos­ten durch tech­ni­sche Mo­der­ni­sie­rung ein­ge­spart wer­den kön­nen. Ein ef­fi­zi­en­te­rer Ma­te­ri­al­ein­satz in der Pro­duk­ti­on ist ein wich­ti­ger Bei­trag zur Scho­nung der na­tür­li­chen Res­sour­cen, zur Um­welt­ent­las­tung, aber auch zur Wirt­schaft­lich­keit von Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fen.

Um Un­ter­neh­men bei der In­ves­ti­ti­on in ma­te­ri­al­ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se zu un­ter­stüt­zen, hat das Bundes­um­welt­mi­nis­terium den neuen För­der­schwer­punkt im Um­welt­in­no­va­ti­ons­pro­gramm „Ma­te­ri­al­ef­fi­zi­enz in der Pro­duk­ti­on‟ geschaffen. Ge­för­dert wer­den in­no­va­ti­ve Pro­jek­te mit De­mons­tra­ti­ons­cha­rak­ter, die ma­te­ri­al­ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se um­set­zen, ma­te­rial­in­ten­si­ve Her­stel­lungs­ver­fah­ren sub­sti­tu­ie­ren sowie Rest- und Ab­fall­stof­fen als Se­kun­där­roh­stof­fe ein­set­zen.

Der För­der­schwer­punkt be­rück­sich­tigt die Um­welt­ef­fek­te der Roh­stoff­ge­win­nung jen­seits der Be­triebs­gren­zen und ver­folgt einen An­satz, der sämt­li­che Ver­ar­bei­tungs-, Her­stel­lungs-, La­ger­hal­tungs- und Trans­port­pro­zes­se von der Roh­stoff­ge­win­nung bis zum fer­ti­gen Pro­dukt als Er­geb­nis des Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses be­rück­sich­tigt und in die Be­wer­tung der Pro­jek­te in­te­griert.

Der För­der­schwer­punkt „Ma­te­ri­al­ef­fi­zi­enz in der Pro­duk­ti­on“ rich­tet sich so­wohl an klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men als auch an Groß­un­ter­neh­men aus fol­gen­den Be­rei­chen:

  • Industrien, die Steine und Erden als Rohstoffe haben,
  • Industrien, die Eisen und Stahl sowie Nichteisenmetalle herstellen und verarbeiten,
  • Industrien, die Naturstoffe verarbeiten (u. a. Papier, Leder, Nahrungsmittel) sowie
  • Industrien, die chemische Stoffe und Kunststoffe verarbeiten.

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02.05.2013 
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit