Förderung von privaten Naturschutzmaßnahmen

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Im Stadtgebiet von Gießen werden Maßnahmen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Landschaftspflege gefördert.

Generell ist eine Förderung für folgende Maßnahmen möglich: 

  • Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Lebensräume im Außenbereich;
  • Begrünung von Freiflächen im bebauten Bereich mit heimischer standortgerechter, artenreicher Vegetation, soweit sie im Zusammenhang mit einer Entsiegelungsmaßnahme oder Hofbegrünung steht;
  • Fassaden- und Dachbegrünung mit standortgerechten Pflanzen.

Nicht förderungsfähig sind:

  • Kosten der allgemeinen Verbands- und Vereinsarbeit (z. B. der laufenden Geschäftsbedürfnisse, Prozesskosten);
  • Kosten der Errichtung, des Aus- und Umbaus und der Unterhaltung von Gebäuden aller Art und von dazugehörenden Einfriedungen, sofern damit nicht Naturschutzmaßnahmen unmittelbar verbunden sind (z. B. Insekten-, Fledermaus-, Eulen- oder Greifvogelschutz);
  • Kosten, zu deren Übernahme ein anderer Träger aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet ist;
  • faunistische und floristische Kartierungen und Grundlagenerhebungen;
  • Vorhaben, die nach den Bestimmungen der Allgemeinen Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen an Vereine und Verbände gefördert werden.

Soll eine Förderleistung in Anspruch genommen werden, so muss ein entsprechender Antrag vor dem Beginn der Maßnahme beim Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen eingereicht werden. Benötigte Unterlagen sind:

  • Beschreibung der durchzuführenden Maßnahmen
  • Unterlagen, die das Vorhaben nachvollziehbar machen (z. B. Planunterlagen, Kostenvoranschläge, Gesamtfinanzierungsplan)

Wenn ein Förderbescheid ergangen ist, muss der Antragsteller nach Abschluss der Maßnahme anhand entsprechender Belege dem Amt für Umwelt und Natur die entstandenen Kosten nachweisen. Die Auszahlung erfolgt nach der Überprüfung.

Bei der Höhe des Förderungssatzes muss zwischen zwei Fällen unterschieden werden:

  1. Wird ein Dritter mit der Durchführung beauftragt, so beträgt der Förderungshöchstsatz 50 % der nachgewiesenen Herstellungskosten.
  2. Werden die Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt, so beträgt der Förderungshöchstsatz 100 % der nachgewiesenen Materialkosten.

Förderrichtlinien der Stadt Gießen [PDF: 27 kB]