Fledermäuse

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Alle europäischen Fledermäuse haben einen vom Klima bestimmten Jahresablauf. Daher benötigen sie Quartiere, die ihnen Schutz vor schlechter Witterung und vor Feinden bieten. Fledermäuse sind in der Regel nachtaktive Tiere. Zum Schlafen ziehen sie sich in Höhlen, Felsspalten, Baumhöhlen oder menschengemachte Unterschlupfe (Dachböden, Ruinen, Minen und andere) zurück. Durch die zunehmenden Eingriffe der Menschen wird es immer schwieriger für die Tiere, geeignete Lebensräume zu finden, welche allen Ansprüchen gerecht werden. Um die kalte Jahreszeit überbrücken zu können, halten die Tiere einen bis zu fünf Monate dauernden Winterschlaf, in dem sie völlig ohne Nahrungsaufnahme und allein durch Energieeinsparung überleben.

Trotz ihres gesetzlichen Schutzes sind Fledermäuse heute vom Aussterben bedroht.
Um einen weiteren Rückgang ihrer Population zu verhindern, sollten viele Möglichkeiten zum Unterschlupf angeboten werden. Innerhalb ihrer Gesamtlebensräume benötigen Fledermäuse:

  • Jagdgebiete mit ausreichend Insektenvorkommen, ein Quartiersystem für Sommer und Winter,
  • Orientierungsstrukturen zur Vernetzung der Jagdgebiete mit den Sommerquartieren und zur Vernetzung des Quartiersystems im Sommer und im Winter.

Von den 23  in Deutschland vorkommenden Fledermausarten kommen 18 Arten in Hessen und 10 Arten in Gießen vor.

Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
Bartfledermaus (Myotis mystacinus/brandtii)
Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
Großes Mausohr (Myotis myotis)
Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
Kleine Abendsegler (Nyctalus leisley)
Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)
Rauhhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Langohrfledermaus (Plecotus auritus)

In den folgenden Gebieten konnten Fledermäuse nachgewiesen werden: