Wallenfels'sches Haus

Abteilung für Vor- und Frühgeschichte, Archäologie und Völkerkunde

Wallenfels`sches HausIm Wallenfels'schen Haus befinden sich seit 1987 die Abteilungen, die sich der Erd- und Menschheitsgeschichte und der Völkerkunde widmen: Von Fossilien bis zu den frühesten Steinwerkzeugen der Geröllgeräte-Industrie der Neandertaler sind fast alle vor- und frühgeschichtlichen Stufen in der archäologischen Abteilung vertreten. Aus späterer Zeit werden Funde von Hügelgräberbronze bis zu merowingischem und karolingischem Gut bewahrt. Hier finden sich Kämme, Gewandspangen und Gefäße oder diverse Grabungsfunden aus der Gründungsgeschichte unserer Stadt.

Besonders reizvoll ist der Vergleich all dieser Kulturstufen mit den antiken Kulturen, der dank der Leihgabe des Archäologischen Instituts der Universität Gießen möglich ist. Wir zeigen Funde aus Troja, Griechenland, Etrurien und aus dem Römischen Reich.

Eine Sammlung, die sich mit der Kultur Tibets befasst, ist eine Schenkung von Heinz Beer. Neben den zahlreichen Buddhafiguren sehen wir hier auch Kultmesser, Silberamulette und volkstümliche Gebrauchsgegenstände aus Tibet.

Sandmandala
Sandmandala Avalokiteshvara

Im August 2006 erstellten tibetische Mönche vor Ort ein Sandmandala des Medizinbuddha. Dieses wurde entgegen der üblichen Handhabe nicht nach der Vollendung zerstört, sondern in die Dauerausstellung aufgenommen.

Am 18. März 2012 fand im zeremoniellem Sinne die Auflösung des seitherigen Medizinbuddha-Mandalas statt.

In der folgenden Woche erstellten buddhistische Mönche aus farbigem Sand das Mandala des Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara. Diese Arbeit erfordert große Geduld, höchste Konzentration und akribische Genauigkeit. Ebenso wie sein Vorgänger wurde auch dieses Mandala entgegen der üblichen Handhabe nicht nach der Vollendung zerstört, sondern in die Dauerausstellung aufgenommen. 

Das Mandala bereichert die Ausstellung zur Kultur und Religion Tibets.
Neben Stuttgart und Hannover ist Gießen die einzige Stadt, in der solch ein Mandala länger Bestand hat.

 

Zugang für Behinderte:
Vor dem Haus befindet sich ein Treppenpodest. Im Haus befindet sich sowohl ein Aufzug als auch eine behindertengerechte Toilette (ohne Notruffunktion).