Radtouren in Gießens Umgebung

Links und rechts der Lahn zur Badenburg

Rad KeltentorDer Fluss, die Seen, Geschichte und viel Grün prägen diese abwechslungsreiche Route.

Wegbeschreibung:

Ab der Sachsenhäuser Brücke in Gießen, über den Uferweg und das Restaurant Rhodos (DLRG) der ausgeschilderten Lahnradroute Richtung Marburg/Lollar folgen, bis über die Rad-/Fußweg-Brücke zwischen Wißmar und Lollar.

Nach der Abfahrt von dieser Brücke rechts unter der ehemaligen Bahnlinie der Ausschilderung "Badenburg" folgen. Ab Badenburg gibt es einen Weg am Ufer, der allen Flussbiegungen folgt, bis er auf den Wißmarer Weg in Gießen mündet.

Die andere Möglichkeit besteht über Inselweg und Wißmarer Weg direkt Richtung Gießen. Am Ende des Wißmarer Wegs in die Bootshausstraße einbiegen. Diese führt bis zur Sachsenhäuser Brücke.

Gaststätten:

Gibt es beiderseits der Sachsenhäuser Brücke, in Launsbach: Schöne Aussicht (Gießener Str. 3; 300 m neben der Route), in Wißmar (mehrere), Badenburg (Inselweg 22), Altes Eishaus (Wißmarer Weg 45)

Dauer:

knapp 1 Std. (bei 15 km/h) Höhenunterschied: 10 m

 

Zu den keltischen Vorfahren am Dünsberg

 

3000 Jahre zurück: ein Besuch bei den keltischen Vorfahren am Dünsberg (Rad- oder auch Bus-/Fußwandertour)

Von Gießen aus in Sichtweite gelegen, ist im Nord-Westen der größte von 3 Hügeln, der Dünsberg zu sehen. Heutzutage mit modernem Fernsehturm versehen, lässt dieser bewaldete Hügel aus der Ferne kaum seine Vergangenheit in der Jungsteinzeit erkennen. Man muss schon etwas genauer hinsehen, will man feststellen, dass die dortigen Waldwege zum Teil auf den fast dreitausend Jahre alten Schutzwällen verlaufen oder diese kreuzen.
Diese Wälle schützten über mehrere Jahrhunderte hinweg (ca. 8. Jh. - 30 v. Chr.) eine größere keltische Siedlung, heute "Oppidum" genannt.

Anfahrt:

Ab der Sachsenhäuser Brücke in Gießen geht es mit dem Rad über Schützenstr., Alter Krofdorfer Weg, Wilhelm-Leuschner Str., Weilburger Grenze und weiter über Krofdorf und Fohnbachtal zum Keltentor (Parkplatz Dünsberg am Krumbacher Kreuz). Fußwanderer nehmen den Bus bis Haltestelle Fellingshausen Dünsberg.

Startpunkt:

Das Keltentor ist der Startpunkt der Keltentour um den Dünsberg, einem 10 km langen archäologischen Rundweg, der zu Fuß oder mit dem Rad erwandert werden kann. Dabei sind rund 210 Höhenmeter zu bewältigen. Ab hier immer dem Schild mit dem keltischen Gürtelhaken folgen.
Schon nach 900 Metern auf dem Dünsberg-Asphaltweg erreicht man den Schulborn am unteren Ringwall, eine der zwei noch erhaltenen Wasserversorgungsstellen der früheren keltischen Bewohner. Das kostbare Gut wurde zum Teil in Fellen zu dem etwa 90 Hektar großen Siedlungsgebiet auf den Berg hinaufgeschleppt.

Abstecher:

Von hier aus ist auf einem asphaltierten Weg nach ca. 2 km und etwa 130 Höhenmetern der Dünsberg-Gipfel mit dem Aussichtsturm und der Gaststätte zu erreichen (Fußgänger: 30 - 40 Min.; geübte Radfahrer können im Sattel bleiben: 15 - 20 Min.). Mittwochs sowie an Wochenenden und Feiertagen ist die Gaststätte des Dünsberg-Vereins (Tel: 06444-9220901) geöffnet. Hier beommt man deftige Küche oder leichten Imbiss, je nach Hunger und Geschmack. Auf dem Weg zum Gipfel wird man zudem durch eine wunderschöne Fernsicht belohnt.
Die Keltentour führt am Kleinen Dünsberg vorbei, hier lohnt ein Abstecher zur Grabungsstelle am Tor 4 des unteren Ringwalles. Archäologen haben dort einen Schnitt quer durch den Wall gegraben. Dabei haben sie viel Kriegsgerät gefunden, das auf eine Schlacht zwischen den Römern und Kelten hinweist.
Nun geht es bergab zur Jahneiche, am ehemaligen Forsthaus Dünsberg vorbei und nach 4 km zum Parkplatz an der Landesstraße nach Königsberg. Hier am tiefsten Punkt des Rundweges liegt die Obermühle, Geburtsort des berühmten Johann Georg Will, Hofkupferstecher und "Graveur du Roi".
Nach 800 Metern auf der Landesstraße in Richtung Bieber biegt der Weg links ab in Richtung Fellingshausen.
Vorbei an den Zeugnissen ehemaliger Eisenerzgruben, den Tagebauen "Eleonore", "Meilhard", "Elisabeth", geht der Weg zur ehemaligen Grube Friedberg. An die 1961 stillgelegte Grube erinnern nur noch Fundamentreste und eine Infotafel im Kiefernwald.
Nach 6,6 km gelangt man zum Hotel "Am Keltentor" und weiter über Ortsstraßen nach Fellingshausen hinunter.
Über die Ortsstraßen, Feld- und Waldwege führt der Weg stetig bergauf nach 10 km wieder zum Keltentor am Parkplatz Krumbacher Kreuz.

Rückfahrt:

Man kann dieselbe Strecke zurück nach Gießen nehmen. Radwanderer können aber auch über Biebertal-Rodheim und Heuchelheim nach Gießen fahren, Fußwanderer den Bus ab Haltestelle Rodheim-Bieber Steinmühle benutzen.

Dauer:

Rad: je 13 km / 45 Min. für Hin- und Rückfahrt; Keltentour-Rundweg 10 km / 45 Min. Bus/Fuß: je 23 Min. Busfahrt (Haltestelle Fellingshausen-Dünsberg), Keltentour-Rundweg 10 km / 2 - 2,5 Std.

Links:

Fahrplanauskunft

Dünsberg-Verein e.V.