Förderverein Garten-Stadt bei Landesgartenschau in Apolda

Der Arbeitskreis Kultur der Städtekooperation Gießen–Wetzlar zeichnete in seiner Sitzung im April drei Projekte zur Förderung durch den Kulturfonds Gießen-Wetzlar aus. "Alle eingereichten Anträge entsprachen den Förderkriterien ohne Einschränkung", so die Jury.

Die Oberbürgermeister aus Gießen, Dietlind-Grabe Bolz und aus Wetzlar, Manfred Wagner stellten die Förderung der Projekte aus Mitteln des Kulturfonds Gießen-Wetzlar nun gemeinsam im Gießener Rathaus vor. Sie betonten dabei, dass sich Gießen und Wetzlar als eine Region verstehen.

Seitdem der Kulturfonds 2005 ins Leben gerufen wurde, wurden insgesamt 40 Projekte unterstützt und in den elf Förderjahren 100 000 Euro ausgeschüttet. Insgesamt stehen in diesem Jahr 5000 Euro zur Förderung zur Verfügung.

Eines der geförderten Projekte ist die künstlerische Intervention im Lahnpark von Jörg Wagner und Prof. Ansgar Schnur vom Institut für Kunstpädagogik der JLU. Sie macht den Lahnpark zum Campus. Studierende werden das Areal zwischen Gießen und Wetzlar künstlerisch erforschen und zum Lernort machen. Dokumentiert werden die zumeist temporären Arbeiten in einem Katalog. Eine Ausstellung ist für Anfang Oktober geplant. Die Arbeit an den einzelnen Projekten – Installationen, Skulpturen, Fotografie – soll zum Wintersemester abgeschlossen sein.

Gefördert wird aber auch das Graffiti-Projekt »Hall of Fame« von Ralf Hajdu, Alexandra Agel und Nils Hellhund. Weil viele graffititaugliche Flächen in den letzten Jahren weggefallen sind, sollen langfristig Wände zum kreativen Austoben ohne inhaltliche Vorgaben geboten werden: eine bei Naunheim unter der Brücke der Autobahn 45, die andere im Schiffenberger Tal auf der Wand der Firma Faber und Schnepp. Begonnen werden soll in den Sommermonaten, beteiligt sind die rund 40 Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Urban Art Project, der schon im MuK Graffitiaktionen geschultert hatte, und nun die Flächen in unregelmäßigen Abständen immer neu gestaltet.

Geld aus dem Kulturfonds gibt es auch für die Seriale, die in diesem Jahr auf Gießen und Wetzlar ausgeweitet wird. Wie Macher Csongor Dobrotka berichtet, findet das Indieserien-Festival vom 9. bis 11. Juni schon zum dritten Mal statt, diesmal mit betont internationaler Ausrichtung. Deutschlands erstes Festival für Independent-Serien im Web wartet mit vier Vorstellungen im Gießener Kinocenter an drei Tagen, 42 unabhängig produzierten Web-Serien und vier Pilotfilmen im Kino auf. Mit dabei sind Serien aus 15 Ländern. Zahlreiche Serienmacher und Schauspieler werden anwesend sein und Einblick in ihre Produktionen geben. Auf Wunsch der internationalen Gäste gibt es am 12. Juni eine touristische Tour durch Wetzlar auf den Spuren Goethes. Am 10. Juni von 10 bis 13 Uhr geben zudem in der Kulturstation Wetzlar Fachleute 15 Teilnehmern eines Workshops Tipps, wie man Drehbücher speziell für Webserien schreiben kann. Mitmachen kann jeder, anmelden kann man sich unter www.die-seriale.de.

Anmeldeschluss für die Ausschüttung des Kulturfonds im nächsten Jahr ist der 31. März 2018. Infos dazu folgen demnächst.