Spielplatz in der Lahnaue

Begleitprojekt der Landesgartenschau

Spielplatz an der Lahn
Spielplatz an der Lahn - Übersichtsplan


Spielplatz in der Lahnaue


Spielplatz mit Uferweg

Jahrelang wurde die Fläche südlich der Sachsenhäusser Brücke als Parkplatz genutzt, eine steile Böschung trennte diesen von der Lahnaue ab und ordnete die Fläche der Straße zu. Durch den neuen, in Terrassen zur Lahn hin abfallenden Spielplatz wurde diese topografische Trennung entfernt und die Fläche als Verbindung zwischen Straße und Fluss ausgebildet.

 Konzept:

Der Spielplatz bildet mit den einzelnen Terrassen unterschiedliche Uferzonen eines Flusses in abstrahierter Form nach.

Der direkte Uferbereich mit den sich verändernden Sand- und Kiesbänken wird durch einen Sandspielbereich mit großer Matschplatte nachempfunden, auf der von den Kindern Bäche und Staudämme „gebaut“ werden können.

Ein Kletter- und Balanciergerüst aus scheinbar zufällig platzierten Holzbalken bietet Spielmöglichkeiten wie angeschwemmtes Treibholz. Spielhäuser als kieloben liegende Boote inmitten von Weidengebüsch laden zum Rollenspiel und Verstecken ein.

Die Vegetationsflächen gehen in Spielrasen als Symbol für die Kulturlandschaft über.

Ökologie:

Durch die Abflachung des Geländes entsteht für die Lahn neuer Retentionsraum, so dass nicht nur eine öffentlich nutzbare Freifläche entsteht, sondern gleichzeitig Flächen mit Hochwasserrückhaltefunktion.

Die potentielle Überflutung der tiefer gelegenen Flächen spiegelt sich auch in der Ausgestaltung der Flächen wieder, indem die flussnahen Flächen als Spielrasen und Weidengebüsch ausgebildet wurden, während die Sandflächen auf den höher gelegenen Terrassen ausgebildet wurden und so vor Hochwasser relativ sicher sind.

An der Finanzierung der hochwertig und individuell gestalteten Spielgeräte sind die Giessener Service-Clubs maßgeblich beteiligt. Darüber hinaus werden große Teile der Gesamtmaßnahme aus Städtebauförderungsmitteln und aus Mitteln der EU (Jessica) finanziert.

(Planung: A24 Landschaft, Berlin)