Wird ein Pflanzenschutzmittel mit Hilfe eines Pflanzenschutzgerätes angewandt, darf dieses Gerät nur so beschaffen sein, dass bei seiner bestimmungsgemäßen und sachgerechten Verwendung die Anwendung des Pflanzenschutzmittels keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier und auf das Grundwasser sowie keine sonstigen nicht vertretbaren Auswirkungen, insbesondere auf den Naturhaushalt, hat, die nach dem Stande der Technik vermeidbar sind.

Dies bedeutet, dass alle in Gebrauch befindlichen Pflanzenschutzgeräte, unabhängig davon, ob sie in den Verkehr gebracht worden sind, oder ob es sich u. U. um selbstgebaute Spezialgeräte handelt, diese Anforderungen erfüllen müssen.

Gemäß § 3 der Pflanzenschutz-Geräteverordnung haben Verfügungsberechtigte und Besitzer ihre in Gebrauch befindlichen Pflanzenschutzgeräte in Zeitabständen von sechs Kalenderhalbjahren durch eine Kontrollstelle prüfen zu lassen. Werden gebrauchte, kontrollpflichtige Pflanzenschutzgeräte eingeführt, so sind diese vor der ersten Ingebrauchnahme im Inland prüfen zu lassen.

Unternehmen und Personen können sich auf Antrag unter Nachweis der erforderlichen Voraussetzungen als amtlich anerkannte Kontrollstellwerkstätte oder amtlich anerkannte Kontrollperson anerkennen lassen und somit die Prüfung von in Gebrauch befindlichen Pflanzenschutzgeräten durchführen.