• Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmern wegen fehlenden Berufsabschlusses, wenn sie
    • über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als 4 Jahre ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, oder
    • über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als 4 Jahre andauernden Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und/oder Pflege eines Angehörigen der Pflegestufe I bis III eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, oder
    • nicht über einen Berufsabschluss verfügen, für den nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens 2 Jahren festgelegt ist. Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss, die noch nicht 3 Jahre beruflich tätig gewesen sind, können nur gefördert werden, wenn eine berufliche Ausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme aus in ihrer Person des Arbeitnehmers liegenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist.
  • Wegen der Teilnahme an der Weiterbildung kann ganz oder zeitweise die Arbeitsleistung nicht erbracht werden.
  • Das Arbeitsverhältnis besteht über die Gesamtdauer der Weiterbildung hinaus fort. Der Arbeitgeber stellt den Arbeitnehmer für die Dauer der Weiterbildungsteilnahme unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts frei.
  • Die Maßnahme führt zu einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften anerkannten Berufsabschluss, dessen reguläre Ausbildungsdauer mindestens 2 Jahre beträgt.

Der Anspruch auf Arbeitsentgeltzuschuss entfällt, wenn die Teilnahme an der Maßnahme abgebrochen wurde.

Ein Rechtsanspruch auf den Zuschuss besteht nicht.

HINWEIS: Sofern die individuellen Voraussetzungen des Arbeitnehmers sowie die Zulassung (Zertifizierung) des Weiterbildungsträgers und der Weiterbildungsmaßnahme vorliegen, kann eine Co-Finanzierung der Weiterbildungskosten im Rahmen der Vorschriften zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Dritten Sozialgesetzbuch (§ 81f. SGB III) an den Arbeitnehmer gewährt werden. Lassen Sie sich dazu von der für Sie zuständigen Stelle beraten.