Grundsätzlich gilt für die Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern der bereits oben erwähnte Anwerbestopp. Ausländische Fachkräfte beziehungsweise inländische oder von der Bundesagentur für Arbeit vermittelte Hilfskräfte können jedoch eine Arbeitserlaubnis-EU erhalten, wenn keine inländischen Arbeitnehmer zur Verfügung stehen.

Der Arbeitgeber sollte zunächst bei seiner örtlichen Agentur für Arbeit ein Stellenangebot einreichen. Ist ihm bei den oben aufgeführten Hilfskräften der ausländische Bewerber bereits bekannt, reicht er gleich die Einstellungszusage für die bestimmte Person bei der Agentur für Arbeit mit ein.
Die Agentur für Arbeit prüft, ob inländische Arbeitnehmer zur Verfügung stehen und ob die Arbeitsbedingungen, die für vergleichbare deutsche Arbeitnehmer gelten würden, eingehalten werden. Stehen keine inländischen Arbeitnehmer zur Verfügung, erhält der ausländische Bewerber eine Arbeitserlaubnis-EU. Die oben aufgeführten Hilfskräfte erhalten die Arbeitserlaubnis-EU, wenn ihnen die Einstellungszusage über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlungsstelle zugeleitet wurde und sie diese nach der Einreise zusammen mit dem Antrag auf Arbeitserlaubnis-EU bei der Agentur für Arbeit vorlegen.

Die Beschäftigung darf erst beginnen, wenn die Erlaubnis zur Aufnahme einer Beschäftigung erteilt worden ist. Die Arbeitserlaubnis-EU wird dem Arbeitnehmer ausgestellt und kann auch dem Arbeitgeber schriftlich zur Aushändigung übermittelt werden.